Dez 29 2008

99Matters

What is really important to you?

99Matters

© 99Matters

Die Idee ist so einfach wie das Konzept genial ist. Christian, Olli und Moritz stellen ihren Interviewpartnern genau eine Frage. Immer die selbe zudem: »Was ist Dir wirklich wichtig?« Dann lassen sie die, vornehmlich im Musikbusiness tätigen, Befragten mit ihren Gedanken und der Kamera alleine. Die dabei enstandenen Aufnahmen kann man auf ihrer Webseite anschauen. Und bestaunen. Denn die Antworten sind so vielschichtig wie die Idee einfach ist. (Bildquelle: Screenshot)

METAPLOT

METAPLOT unter den nägeln | Kein Kommentar


Dez 29 2008

Geschenke

…und wie sie das Dunkel erleuchten

Ach, wozu brauchen wir schon Geschenke. Es reicht doch schon, bringt uns die weihnachtliche Stimmung alle etwas näher zusammen. Vertrieb sie doch zumindest in den letzten Wochen unsere Sorgen durch die heimelige Atmosphäre, welche die Menschen näher zusammenrücken lässt. Dekorationen aller Art vom Adventskranz, über den Adventskalender, die Räuchermännchen, die opulente Straßenbeleuchtung in den Städten bis hin zu den wunderbar illuminierten Häusern und Vorgärten der Vorstadtsiedlungen.

© metaplot

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Diese lassen, sind sie sorgfältig auf einander abgestimmt, ganze Straßenzüge zur wahren Heimat des Weihnachtsmanns werden. Das verbindet. Geld spielt dabei ebenso keine Rolle, wie der Klimawandel. Weshalb auch? Geht es doch hierbei um höhere Ziele. … weiter

Tom unter haltsam | Kein Kommentar


Dez 28 2008

Die weder Brot noch Teufel fürchten

Eine etwas andere Buchrezension

wie geschnitten Brot

© Gespür für Licht & Erik Oeverndiek

Donnerstag 11. Dezember, 14.30 Uhr, Bäckerei meines Vertrauens. Die gute Seele von Bäckereifachverkäuferin verstaut gerade eine von mir georderte und frisch zersägte »Bullenkruste« im Plastiksack, als mein Blick auf einen kleinen Stapel von DIN A5-Heftchen fällt, der auf der Ladentheke ausliegt. Das am unteren Coverrand abgebildete und weiß gedruckte kostenlos hebt sich deutlich vom rotchangierenden Hintergrund ab. Automatisch suche ich nach weiteren Informationen im Titelbereich, dieser wird jedoch teilweise von dem Kuchenpaket verdeckt, das gleich zusammen mit mir und dem Brot den Laden verlassen wird. Lediglich die Hälfte des in gelb und Times New Roman gehaltenen Untertitels ist erkennbar: »… Auswirkungen auf uns Menschen. Ursachen, Hintergründe und Folgen.« Vermutlich eine Broschüre des Bäckerhandwerkes, vielleicht über den bedenklichen Vormarsch von Glutenunverträglichkeiten oder die Gefahr vollautomatischer Backstraßen für familiäre Kleinbetriebe, denke ich und widme mich dem Geld in meinem Portemonnaie. Gezahlt, verabschiedet, ich schnappe mir meinen Kuchen und bleibe verdutzt am freigelegten Titel des obersten Heftes hängen. Meine durch die sachliche Unterüberschrift geschürten Erwartungen an einen populärwissenschaftlichen Informationstext werden brutal von einer Titelzeile niedergemetzelt, die keinen noch so halbherzigen Wissenschaftsjournalismus zulässt: »Die Geschichte der Engel. Der Engelsturz und seine Auswirkungen auf uns Menschen. Ursachen, Hintergründe und Folgen.« … weiter

METAPLOT unter wandert | Ein Kommentar


Dez 20 2008

Wo drückt der Schuh?

Eine kurze Medienanalyse.

Inzwischen dürfte jeder die Schuhattacke des irakischen Journalisten Montasser al-Saidi auf den US-amerikanischen Noch-Präsidenten Bush gesehen haben. Wie so oft hallt eine solche Youtube Heavy-Rotation im Internet nach. Gibt man beispielsweise den Suchbegriff »shoe attack« beim Videodienstleister ein, erhält man nicht weniger als 2490 Ergebnisse (diese Zahl dürfte im Moment ihres Getipptwerdens bereits überholt sein). Darunter finden sich Aufnahmen der Szene mit Originalton oder wahlweise mit fetzigem Eurotechno unterlegt (diese Jugendlichen scheinen aber auch auf alles jumpzustylen). YouTube Preview ImageDarüber hinaus gibt es zahllose mehr oder weniger witzige Pennälervideos, in denen picklige und schuhbewaffnete Teenager die Schuhwurfszene und/oder ihren Mitschülern nachstellen. Auch zahlreiche Videos von Sympathiedemonstrationen wurden bereits hochgeladen. Hier ein Beispiel aus Beirut, bei dem es zum guten Ton gehörte, mit mindestens drei Schuhen anzureisen. … weiter

Amien unter irdisch | Kein Kommentar


Dez 20 2008

Home is…

…where the Dom is.

Herz von Aachen: der Dom

© metaplot.de

Der eine oder andere dürfte es schon mitbekommen haben. Wir drei von METAPLOT stammen aus der Umgebung von Aachen. Seit wir flügge geworden sind, leben wir sogar direkt in der Kaiserstadt. Downtown, sozusagen. Ein Hauch von Lokalpatriotismus ist nicht von der Hand zu weisen. Eigentlich auch mehr als ein Hauch. Bei mir zumindest.  Eine Menge Dinge hier wecken in mir ein diffuses Gefühl von Heimat: Regen, der Tivoli, Printen, der Klang der hiesigen Mundart, die schmalen Gassen der Altstadt (wenn nicht gerade weihnachtsmarktbedingt komplett überlaufen) und die gemütlichen kleinen Kneipen im Schatten des Doms. Vor allem aber die Kathedrale selbst … weiter

Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar


Dez 16 2008

Alter Wein in alten Schläuchen

Back for good money

Nicht aufwärmen!

© inskOr

Zwei Dinge sollte man laut Volksmund nicht aufwärmen: Spinat und alte Beziehungen. Ersteres wurde neulich im Hörfunkprogramm des WDR auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft. Entwickelt Popeye’s Leibspeise giftige Substanzen, wenn man sie mehrfach hintereinander auf den Herd stellt? Die Antwort auf diese Frage habe ich leider nicht mehr mitbekommen. Kurz vor dem Ende der Sendung habe ich das Radio ausmachen müssen. Ein Lied der wiedervereinigten »New Kids on the Block« ließ mir keine andere Wahl. Womit wir bei einer weiteren Sache wären, die man tunlichst nicht aufwärmen sollte: Bands und Bandähnliche. Von Boygroup bis Hard Rocker gibt es mittlerweile genügend schlechte Beispiele. Und weil bei denen der Rubel trotzdem ordentlich rollt, ist kein Ende in Sicht. Der Volksmund sollte seine Weisheit schleunigst auf den neuesten Stand bringen. … weiter

Christoph unter irdisch | Kein Kommentar


Dez 10 2008

Pharmazeutische Zeitreise

…mehr oder weniger gesundes Altern.

In jüngster Zeit erfahren Internetangebote, bei denen man Bilder hochladen und mit selbigen einen wie auch immer gearteten Spökes veranstalten kann, enorme Konjunktur. Vor allem yearbook yourself erfreut sich derzeit großer Beliebtheit und es gibt wohl niemanden, der nicht von irgendjemandem schon mal »diesen unheimlich witzigen link« erhalten hat. Über den Sinn und Unsinn solcher Angebote ließe sich trefflich streiten. … Geschenkt.

© DCtoBC.com

Eine spezielle Sparte des Bildhochladegewerbes stellen Angebote dar, die zeigen wie der Abgebildete in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen könnte. Wie nicht anders zu erwarten, steht und fällt ein solches Angebot mit der Qualität der zu Grunde liegenden Software.

Positives Beispiel ist das Bild von Michael Jackson aus einem schönheits-chirurgiefreien Paralleluniversum. Man stutzt und denkt: „Jo, so könnte der heute aussehen. Irgendwie ´ne Mischung aus einem bartlosen Jesse Jackson und Harry Belafonte. Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben.” Bliebe zu klären, ob Michael das Bild selber online gestellt hat. … weiter

Amien unter den nägeln | Kein Kommentar


Dez 5 2008

Still got the Krautrock

… und Gary hat den Plagiats-Blues.

YouTube Preview ImageAmon Düül, Kraan, Rufus Zuphall, Eloy. Heutzutage würde diese Aufzählung problemlos als Teilnehmerliste eines Fantasy-Rollenspieler-Konvents durchgehen. In den späten Sechziger und frühen Siebziger Jahren aber standen diese kreativen Buchstabenkombinationen für Vertreter eines ganzen Musikgenres: »Krautrock«. Dem Vernehmen nach hat die britische Radio-Legende John Peel eines schönen Tages diesen Oberbegriff für experimentelle Liedkunst aus deutschen Landen ins Mikrofon gehaucht. Fortan wurde alles, was hiesige Bands produzierten, darunter abgeheftet. Wenn es denn psychedelisch genug war. Mit einem Hauch von Jazz. Progressiv. Avantgarde irgendwie. … weiter

Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar


Nov 27 2008

Camping 2.0

© metaplot.de

1980 war ein ereignisreiches Jahr für mich. Nach einem schönen Urlaub im Allgäu mit viel Wandern wurde mir im Anschluss durch meine Eltern gezeigt, wie Camping aussehen kann.

Dazu wurde auf dem Heimweg ins Rheinland ein feiner Campingplatz angesteuert. Traumhaft gelegen am Leitgeringer See in der Nähe von Tittmonning, Oberbayern. Damals war ich sechs Jahre alt und konnte es kaum erwarten, ein I-Dötzchen zu werden.

Seinerzeit, 1980, gab es sie wohl auch, die Dauercamper. Doch waren sie für mich fremd. Und in meiner heute verklärten Erinnerung gab es nur eiförmige Caravans mit Vorzelten, welche alle Abenteuer ausstrahlten. Da machte es auch nichts, wenn alte bierbäuchige Männer aus ihnen ins Sonnenlicht hervortraten. Ich sah sie einfach nur ehrfurchtsvoll an. … weiter

Tom unter wegs | Kein Kommentar


Nov 25 2008

Kombieng?

Weihnachtliches ›Lost in Translation‹

© metaplot.de

In jedem Oktober nehme ich mit einer gewissen Panik die ersten Veränderungen war. Haben die bei Plus schon die Spekulatius eingeräumt? Hat die Frau vor mir an der Kasse bei Aldi wirklich Lebkuchen im Wagen liegen? Sind das Dominosteine da im Prospekt von LIDL? Zunächst nur eine dumpfe Vorahnung erhärtet sich der Verdacht spätestens bei den ersten angebotenen Schokoladenweihnachtsmännern. Ja, bald ist wieder Weihnachten. Und leider hat der Schöpfer vor die Weihnacht den nach ihr benannten Markt gelegt. Keine Angst. Das hier wird keine Klage darüber, dass dieses Fest nur noch dem Kommerz dient. Auch an gender-studies nach dem Motto: »Also meine Freundin hat die … weiter

Amien unter haltsam | Kein Kommentar