Dez 30 2009

Kurz umgedreht

cpfilm

© cpfilm

Nein, heutzutage würde ich keine pastellfarbenen Sweatshirts mehr tragen. In die stone-washed Jeans würde ich sie schon gar nicht stecken. Ein paar andere Sachen, die ich in den 80ern veranstaltet habe, mache ich über zwanzig Jahre später allerdings immer noch. »Ferris macht blau« gucken, zum Beispiel. »Pretty in Pink« auch. Und »Breakfast Club« sowieso. Beim Durchwühlen meiner Lesezeichen bin ich jetzt auf eine kleine Montage gestossen, die ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Und weil es irgendwie passt, gibt es dahinter noch eine Zugabe. »Aktenzeichen xy… ungelöst« gucke ich zwar heutzutage nicht mehr, in den 80ern aber eben schon. … weiter

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Dez 17 2009

Urbane Kleinode

Von der Straße in die Galerie

Leinwand für alleWenn es um Graffiti geht, bin ich relativ wählerisch. Bilder, die sich über eine komplette Hauswand oder einen Zugwaggon erstrecken, sind beispielsweise eher nicht mein Ding. Dabei halte ich solcherlei Werke durchaus für Kunst. Doch auch wenn mich die Oldschool-Fraktion jetzt wahrscheinlich für einen Banausen halten wird, sind diese »Pieces« für meinen Geschmack oft zu groß, zu verspielt und zu bunt. Natürlich gibt es Ausnahmen. Am meisten begeistern mich allerdings die kleinen, dezenten Sprühereien, über die man eher zufällig stolpert. (Nein, nicht »Tags«. Deren Sinn kann ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht nachvollziehen. Laut Wikipedia laufen die unter dem Oberbegriff »Revier markieren«. Hunde regeln so etwas über das Pinkeln. Dem ambitionierten Street-Styler hingegen bleibt in seiner Hood nur das Hinterlassen eines möglichst unleserlichen Logos. Immerhin sieht das deutlich mehr nach Kunst aus als ein schnödes »Kevin was here«.) Mal ist es ein Slogan, mal ein Bild. Meist sind sie mit Schablonen in irgendwelche Ecken gesprüht worden, um mich von da aus zum Schmunzeln zu bringen. Oder auch zum Nachdenken. Idealerweise zu beidem. Weil ich diese anonymen Botschaften seit einiger Zeit auf Fotos »sammle«, gibt es nach dem Klick eine ganze Galerie davon. Einer meiner Lieblinge ist leider nicht dabei. Zu der Zeit als »Dieser Satz kein Verb« auf einem Aachener Bürgersteig stand, hatte ich noch nicht ständig einen Fotoapparat in der Tasche. Auch nicht im Telefon. … weiter

Christoph unter wegs | Kein Kommentar


Dez 17 2009

Peter geht steil

»Das ist eine Frechheit von Ihnen.«

YouTube Preview ImageÖsterreichischer Fußball wird hier in Deutschland immer ein bisschen belächelt. Im Vergleich zur hiesigen Bundesliga kann die dortige Bundesliga einfach nicht mithalten. Zumindest wenn es um das Sportliche geht. Um Spieltempo und -attraktivität beispielsweise. In einer Sache sind uns unsere südlichen Nachbarn allerdings um Längen voraus. Die Aufbereitung der Spiele im Fernsehen hat einen nahezu unerreichbaren Unterhaltungswert. Da wird niemand am Trikot gezogen, sondern am Leiberl. Die Flanke, alias Crosspass, kommt auch nicht auf den langen Pfosten, sondern auf das zweite Stangerl. Und wie öde klingt das Wort Hackentrick, wenn es doch auch Fersler heißen kann? Doch um die sprachlichen Eigenheiten soll es hier nur am Rande gehen. Denn nach dem Schlusspfiff geht der Spaß erst richtig los. Während hierzulande jeder Trainer oder Spieler fleißig in der »Phrasenschublade für Fußball-Interviews« kramt, wird in Österreich bei Bedarf einfach Klartext geredet. … weiter

Christoph unter haltsam | 4 Kommentare


Dez 9 2009

Zeit, dass sich was dreht

Veränderungen zum ersten Geburtstag

metaplot.de

© metaplot

So. Das erste Jahr METAPLOT ist also geschafft. Ob das jetzt uneingeschränkt super ist, wollen wir selbst nicht beurteilen. Spaß haben wir in den letzten zwölf Monaten jedenfalls eine Menge gehabt. Etliche lustige Buchstabenkombinationen haben wir kennen- und liebengelernt. CSS, PHP, SEO, RSS. Kaum ein Tag ist vergangen, an dem wir nicht durch irgendwelche böhmische Dörfer gereist sind. Ganz nebenbei haben wir dann noch ein paar Texte geschrieben und Fotos gemacht. Ein festes Thema, an dem wir uns entlang hangeln können, haben wir dabei nicht gefunden. Und eigentlich auch nicht gesucht. »Wann auch immer wer auch immer Lust auf was auch immer hat« war von Beginn an die Devise. Das bleibt auch in Zukunft so. … weiter

METAPLOT unter den nägeln | 10 Kommentare


Dez 8 2009

Pictures of…

… people and cars.

Luagsh Kombinat

© Luagsh Kombinat

Ja, wir schauen alle drei gerne Filme. Besondere Vorlieben haben wir allerdings nicht. Mal darf es etwas Science-Fiction sein, mal eine Screwball-Komödie. Auch gefühlsduselige Streifen mit Tiefgang haben wir wohl schon im Dutzend gesehen. Und von Zeit zu Zeit haben wir dabei auch schon ein Tränchen verdrückt. (Es gab einmal eine Zeit, in der der Satz »Ich weine manchmal bei Filmen.« Frauenherzen dahin schmelzen ließ.) Den Hauptteil unserer Kinobesuche und Videoabende haben wir aber wohl mit Filmen aus dem Action-Genre verbracht. Mit heftigen Schießereien und rasanten Verfolgungsjagden. Kein Wunder also, dass uns die beiden Blogs, die wir da eben entdeckt haben, auf seltsame Art ansprechen. Deren Namen sind übrigens Programm. Lange Worte werden nicht gemacht. Einfach nur Fotos gezeigt. Von Leuten mit Wummen hier und von Autos mit mehr als dezentem Lackschaden dort. Eine Steilvorlage zum lustigen Filmeraten. Das ist doch etwas Feines für den nächsten Abend, an dem die Videothek des Vertrauens keinen anständigen Film zu bieten hat. (Bildquelle: Screenshot)

METAPLOT

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Dez 7 2009

Steine im Netz

Einen alten Spielkameraden neu entdecken

Craig A Rodway

© Craig A Rodway

Als der dänische Tischler Ole Kirk Christiansen 1949 die ersten LEGO-Steine auf den Markt warf, dachte er wahrscheinlich in erster Linie an Kinder als Zielgruppe. Nicht zu unrecht. Früher hatte jeder, den ich kannte, sie ständig in den Händen. Etliche bunte und benippelte Steinchen haben ich und meine Freunde im Laufe unserer Kindheit auf- und nebeneinander gesteckt. Mal nach der Anleitung in der Packung, mal frei Schnauze. Dank LEGO haben wir ganze Welten erschaffen, die dann mit einer Horde gelbköpfiger Figuren bevölkert wurden. Irgendwo im Keller meines Elternhauses müsste noch ein riesiger Steinvorrat liegen. Seit vielen Jahren unberührt. Irgendwann bin ich einfach zu alt dafür geworden. Oder ich habe mich zumindest für zu alt gehalten. Bis uns das Internet wieder zusammenführte, haben LEGO und ich uns eine ganze Zeit nicht gesehen. Seitdem spielen wir wieder miteinander. Allerdings nicht ganz so wie früher. Eher eine besondere Variante von »Hase und Igel«. Wo immer ich hinsurfe, ist LEGO schon lange. Mein alter Spielkamerad ist im worldwide Web ein omnipräsenter Star. Denn viele Leute sind dafür nie zu alt geworden. … weiter

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Dez 6 2009

Abitour

Das war unseres. Geht besser, geht aber auch schlechter.

Die Gefahr des Scheiterns war und ist sehr groß. Im Allgemeinen sowieso, aber auch im Speziellen, das heißt bei eben diesem Text, den ich gerade schreibe und den gerade jemand liest (erst mal wird gelesen. Fotos gibt es noch genug). Das liegt am von mir gewählten Sujet. Es geht nämlich um Abimottos.

Just nach dem der Heranwachsende die erste echte Klippe des Versagens umschifft hat, verspürt er den Wunsch, dies der ganzen Welt mitzuteilen. Und zwar am besten in Form eines Aufklebers auf seinem Golf VI, den seine Eltern ihm vermutlich nur deshalb geschenkt haben, weil sich ein Abi-Button auf einem Fahrrad so unheimlich schlecht macht. Und hier hat sich, wie im Abigewerbe überhaupt, in den letzen Jahren einiges getan. … weiter

Amien unter wegs | Kein Kommentar


Dez 4 2009

(Doppel)Packt mit an!

metaplot

© metaplot

Im Grunde könnte ich jetzt hier zwei Videos reinknallen, die genau eine Gemeinsamkeit haben, »Doppelpack« drüber schreiben und fertig wäre die Laube. Das wird so auch ganz bestimmt in nicht allzu ferner Zukunft wieder passieren. Nur eben nicht jetzt. Denn für den Moment schwebt mir etwas anderes vor. So ein furchtbar anstrengendes Mitmachding. Hiermit seid Ihr herzlich eingeladen, in den Kommentaren Eure ganz persönlichen Doppelpacks zu hinterlassen. Eine kurze Erklärung, welche Gemeinsamkeit die jeweiligen Clips auszeichnet, kann bestimmt auch nicht schaden. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Falls nichts dabei rumkommt, sind unter unseren 27 Besuchern pro Tag scheinbar doch mehr unmusikalische Google-Bots als wir gedacht haben. Ich lege gleich auch einen vor. Aber lasst mich zuerst etwas ausholen. … weiter

Christoph unter haltsam | 2 Kommentare


Dez 2 2009

Crappy Santas

Let them know it’s Christmas Time.

crappysantas

© crappysantas.com

Endlich wieder Adventszeit! Alles ist so herrlich ruhig und besinnlich. Überall wird festlich geschmückt. Mit Tannenzweigen, Sternen und Engeln. Natürlich auch mit Weihnachtsmännern. Doch genau an dieser Stelle fängt das Elend an. Denn leider sind die rot-weiß gekleideten, bärtigen Figuren nicht immer hübsch anzusehen. Manch eine von ihnen beleidigt geradezu das Auge. Um diesen Umstand zu dokumentieren, haben sich vor kurzem einige wackere Beschützer der (vor)weihnachtlichen Ästhetik zusammengetan. In ihrem Blog tragen sie seither Bilder von Nikoläusen zusammen, die mit Fug und Recht das Prädikat »hässlich« tragen. Und auch wenn sich das jetzt seltsam anhören mag: Ein Blick auf diese Sammlung lohnt sich allemal. Eingesandte Santas werden übrigens veröffentlicht. Nur für den Fall, dass jemand noch den einen oder anderen passenden Schnappschuss zu Hause herumliegen hat. (Bildquelle: Screenshot)

Nachtrag, 9.12: Das Ganze mit lebendigen Weihnachtsmännern und panisch kreischenden Kindern gibt es hier. Danke für den Hinweis, Peter.

METAPLOT

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Nov 24 2009

Ach, Du Schande

Weil sich Genie und Wahnsinn bei ihm die Klinke in die Hand gaben, trieb Roger Claessen Gegenspieler und Vereinsvorstände gleichermaßen an den Rand der Verzweiflung. Während zweier Spielzeiten trug der belgische Torjäger auch das Trikot von Alemannia Aachen. Vor etwas mehr als vierzig Jahren köpfte er die Schwarz-Gelben zur Vizemeisterschaft.

Nett, freundlich, unberechenbar: Roger ClaessenIn seiner Tätigkeit als Alemanniapräsident hat Leo Führen schon einiges erlebt. Kaum etwas kann den wortgewandten Textilfabrikanten aus der Fassung bringen. Doch das, was der sonntagnachmittägliche Anrufer gerade erzählt hat, verschlägt ihm schlichtweg die Sprache: »Roger Claessen hat sich als Freiwilliger zur Fremdenlegion gemeldet. Liebeskummer!« Vor seinem inneren Auge sieht er den teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte in der flirrenden Wüstenhitze am Horizont entschwinden. Mit gebrochenem Herzen und geschultertem Gewehr. Einen Schweißausbruch und mehrere hektische Telefonate später ist ein rasch entworfener Notfallplan in Gang gesetzt. Als sich das Auswärtige Amt vermittelnd einschaltet, kommt Bewegung in die Sache. Und der liebeskranke Stürmer ungeschoren davon. Letzten Endes verzichten Frankreichs Streitkräfte auf seine Dienste. Am Tivoli atmet man erleichtert auf. … weiter

Christoph unter den nägeln | 2 Kommentare