Nov
14
2009
Diplomatie? Fußball!

© metaplot
Bill O’Leary ist bestimmt ein netter Kerl. Schon von Berufs wegen. Für einen Diplomaten wie ihn gehört Freundlichkeit zum Tagwerk. Aber Bill O’Leary ist auch Ire. Und ganz offensichtlich ein Fußballfan. Daher hat er es sich nicht nehmen lassen, den französischen Staatspräsidenten in einem, seit Ende Oktober andauernden, Briefwechsel nachhaltig zu verhohnepiepeln. Schließlich spielt die Nationalmannschaft der Republik Irland am heutigen Abend mit Frankreich einen der letzten freien Plätze für die Fußball-WM 2010 aus. Am Ende hat er es so weit getrieben, dass Nicolas Sarkozy das Spiel daheim vor dem Fernseher und eben nicht im Croke Park zu Dublin verfolgen wird. Der Mann am anderen Ende der Post, Jacques du Maurier, will sich zudem an höchster Stelle über den störrischen Kollegen beschweren. Allerdings scheint diese Drohung Bill O’Leary relativ wenig zu kratzen. Solange die »Boys in Green« nur das Ticket nach Südafrika lösen. Nachlesen kann man seine launigen Schreiben und die zunehmend fassungslosen Antworten hier. Ob das alles so stimmt, war bisher leider nicht festzustellen. Lustig ist es allemal. Und immerhin nennt sich die Quelle »Irish Soccer Insider«.
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Nov
11
2009

© metaplot
Hat irgendjemand hier Lust auf Unterhaltung? So mit Musik und so? Einen Doppelpack vielleicht? Diesmal benutzen die beiden Bands allerdings keine Instrumente. Also grundsätzlich natürlich schon. In den jeweiligen Videos aber eben nur imaginär. Luftgitarre als Gemeinsamkeit. Die Clips sind damals im Juli 2006 übrigens im Abstand weniger Tage auf den Markt geworfen worden. Und weil jeder Beteiligte glaubhaft versichert hat, vom Werk der jeweils anderen Kapelle nichts gewusst zu haben, läuft das Ganze wohl unter dem Oberbegriff: »Zwei Doofe ein Gedanke.« Schaut’s Euch doch einfach mal an. Viel Spaß dabei. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Nov
10
2009
Kleiner Mann ganz groß.

© Facebook/Nicolas Sarkozy
Ach, was für eine Aufregung! Pünktlich zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls hat Frankreichs Präsident in der privaten Fotokiste gekramt. Und dabei ein ganz besonderes Schätzchen ans Licht geholt. Stolz berichtete Nicolas Sarkozy am Wochenende, an jenem geschichtsträchtigen Tag vor Ort gewesen zu sein. Einer Ahnung folgend, sei er mit einem Parteifreund am 9. November 1989 nach Berlin gereist. Sogar für ein paar Hammerschläge am Checkpoint Charlie habe es seinerzeit gereicht. Inzwischen melden einige seiner Landsleute allerdings Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung an. Das Datum könne so auf gar keinen Fall stimmen. Bis zur endgültigen Klärung dieser Frage wollen wir hier der Version von »Monsieur le President« uneingeschränkt Glauben schenken. Geschichte wird nun einmal gemacht, wo Menschen wie er zugegen sind. Oder umgekehrt. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Sep
25
2009
Von wegen Politikverdrossenheit

© Metaplot
Superwahljahr die keine Ahnung wievielte. Europawahlplakate ab, Provinzplakate dran, dann wieder ab und dafür die Bundesgrinsekatzen aufgehängt. Musste ich früher immer noch einmal nachschauen, wo dieses Wahllokal genau lag, lege ich den etwa 400 Meter langen Weg inzwischen schlafwandlerisch sicher zurück. Auch die Wahlhelfer werden mit Handschlag begrüßt, bevor ich mich auf den viel zu kleinen Stuhl an den viel zu kleinen Tisch in dieser Grundschule hocke (Wenn das nichts über unser Demokratieverständnis aussagt: Die Kindergärtnerinnen streiken und erhalten nun orthopädisch einwandfreies Mobiliar, der Souverän aber darf sich weiterhin den Rücken kaputt machen). Schnell mache ich meine Kreuze da, wo ich sie beim letzten Mal auch gemacht habe. Vermutlich wird das Jahr 2009 im Wahlrückblick eines Jeden immer mehr verschwimmen. Wer ist noch mal Bürgermeister von Europa geworden? Hat Baroso den Kommissarposten bei der Polizei bekommen? Und WTF ist überhaupt diese Städteregion? … weiter
Amien unter haltsam | 4 Kommentare
Aug
20
2009
Usain Bolt und Klaus Kinski in einem Artikel? Doch das geht.

© METAPLOT
Es gibt immer wieder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die durch eine gewisse Exaltiertheit das Publikum dazu zwingen, zu lieben oder zu hassen. Aktuelles Beispiel ist Usain Bolt, von Beruf Superduperschnellläufer, der seine karibische Gelassenheit noch nicht einmal für 9,58 Sekunden ablegen kann (is it the Ganja?). Die Reaktionen sind zwiegespalten. Während die berlinisch-jamaikanische Community abfeiert und sich derzeit nicht über mangelnden Zulauf beklagen kann, zeigen sich Sportjournalisten angesichts des aufreizend lockeren Austrudelns, mit dem Bolt seine Vorläufe zu beenden pflegt, not amused. Auch unter den Sprintkollegen, die sich kurz nach den Starts bereits vom Rücken des Jahrhundertläufers entzücken lassen dürfen, wird er nicht viele Freunde haben. Vor allem wegen der Showelemente, die er vor, während und nach dem Lauf einstreut. Faxen am Startblock, Grinsen während des Rennens und der berühmte Finishing Move nach dem Zieldurchlauf. Die gen Himmel gerichteten Arme haben es inzwischen zu Merchandiseberühmtheit gebracht und sind wohl einer der Gründe warum Mancher sagen wird: »Nee, der Typ geht mir auf die Nerven.« … weiter
Amien unter den nägeln | Kein Kommentar
Aug
8
2009
Ein Foto und seine Folgen

© Ian MacMillan/EMI
8. August 1969, frühmorgens in London: Im Entenmarsch stapft ein Quartett von links nach rechts über einen Zebrastreifen. Vorneweg geht der Priester, dahinter ein Trauernder, dann der Betrauerte und am Schluss der Bestatter. Auf den Tag genau vor 40 Jahren wurde dieses weltberühmte Foto, das Cover zum Beatles-Album »Abbey Road«, geschossen. Fast genauso lange suhlen sich Verschwörungstheoretiker rund um den Globus in den Deutungen dieser Aufnahme. All diese so deutlich sichtbaren Hinweise, von der Zigarette in der falschen Hand bis zum Nummernschild des am Straßenrand geparkten Käfers, lassen für sie nur einen Schluss zu: »Paul ist tot.« Na klar. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Aug
4
2009
Für den MacGyver in Dir.
Offen gesagt habe ich mich nicht sonderlich gefreut, als ich Mitte der 80er ein Schweizer Messer zum Geburtstag geschenkt bekam. Schließlich hatte ich mir doch einen Detektivkasten gewünscht. Mit Fingerabdruckpulver und Phantombildschablonen. Dass mir auch dieses rote Ding mit dem weißen Kreuz die Tür zum Agentendasein hätte öffnen können, habe ich erst einige Zeit später erfahren. Als Angus MacGyver in mein Leben trat. Junge, hatte der es drauf. Schrauben, schnitzen, löten, schweißen. Ein bisschen Klebeband drum. Fertig. Am Ende siegte immer Mackie (Taschen-)Messer. Da konnten die Bösen noch so sehr rumballern. Ich wollte MacGyver sein. Und scheiterte kläglich am fehlenden Bastel-Know-How. Das sähe heute wohl ganz anders aus. Danke Internet. … weiter
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Jul
30
2009

© metaplot.de
Wo wir gerade beim Thema Strand waren, kann es auf gar keinen Fall schaden, noch einen Doppelpack nachzuschieben. Die Spielregeln haben sich seit dem letzten Mal nicht verändert: Zwei Videos, zwei Lieder, von einer Kleinigkeit abgesehen keine Gemeinsamkeit. (Und falls jetzt jemand denkt »Wenn ich das noch einmal lesen muss, flippe ich aus.«: Bitte rechtzeitig einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.) Diesmal erwarten Euch nach dem Klick zwei Songs, für deren visuelle Umsetzung die jeweiligen Künstler ans Meer gegangen sind. Steinig hin, sandig her: Der Strand führt diese beiden Videos zusammen. Alles weitere ist Geschmackssache. Viel Vergnügen. … weiter
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Jul
30
2009
Kunst aus Körnchen

© F.C.S.
Sommerzeit. Urlaubszeit. Etliche unserer Landsleute tummeln sich jetzt gerade an den Stränden zwischen Domburg und Dom Rep. Und was man da alles tolles anstellen kann: stundenlang in der Sonne braten, die attraktive Blondine auf dem Handtuch nebenan eincremen, sich gegenseitig einbuddeln oder eine hübsche, kleine Burg bauen. Wir Daheimgebliebene hätten wirklich allen Grund, neidisch zu sein. Den Kopf stecken wir trotzdem nicht in den Sand. (Umgekehrt machen das ohnehin nur Idioten.) Schließlich kann man auch zu Hause eine Menge Spaß haben. Nicht einmal auf Sand muss man dabei verzichten. Denn im Internet gibt es den wie … dieses Wortspiel wäre wirklich zu dämlich. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Jul
27
2009
… for education and delight.

© scanwiches.com
Klingeling. Erste große Pause. Raus auf den Schulhof. Jetzt wird über wichtige Sachen gesprochen. Und gleich zu Beginn fällt der Klassiker aller Fragen: »Was hast Du denn auf Deinem Butterbrot?« Je nach Antwort konnte man dann prima tauschen. Einmal Leberwurst mit Senf gegen mittelalten Holländer mit Gurke, bitte. Diese Zeiten sind allerdings schon ein paar Tage her. Wahrscheinlich stellen sich die Schüler von heute eher Fragen der Sorte »Was hast Du denn auf Deinem Ipod?«. Richtig beurteilen werden wir das wohl erst können, wenn der METAPLOT-Nachwuchs einmal so weit sein wird. Eine Antwortmöglichkeit auf den Butterbrot-Klassiker haben wir aber jetzt schon entdeckt. Eine sehr bildhafte zudem. Denn nachdem der Betreiber dieses Blogs sich eine schmackhafte Stulle zusammengebastelt (oder gekauft) hat, schneidet er diese quer durch (Der Aachener an sich schneidet Dinge übrigens nicht durch sondern über. Aber das erzählen wir ein anderes Mal.), scannt das Ergebnis ein und zeigt es der Öffentlichkeit. Als kleine Zusatzinformation gibt es dann noch die Zutaten zum nachlesen und -machen. Nette Idee. Das Auge isst schließlich mit. (Bildquelle: Screenshot)
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Kein Kommentar