Dez
24
2010

© metaplot
Schon wieder ein Jährchen älter. Happy Birthday, lieber Jesus. Und allen anderen ein frohes Weihnachtsfest. Ein schöner Anlass, noch einmal einen Doppelpack aus dem Ärmel zu schütteln. Was würde diesmal näher liegen, als diesen Anlass auch zur einzigen Gemeinsamkeit dieser beiden Lieder zu machen? (Erinnert sich überhaupt noch jemand an die Spielregeln?) Eben. Weil das Naheliegende manchmal das Beste ist, wird das jetzt auch genau so gemacht. Die (zugegebenermaßen recht traurigen) Geschichten, die in den zwei Songs erzählt werden, spielen beide am 24.12., an Heilig Abend. Oder eben an Christmas Eve, Babe. Um Shane MacGowan, Kirsty MacColl und deren gemeinsamen Weihnachtsschunkler aber nicht über zu strapazieren, darf diesmal ein anderes Duett ran. Viel Spaß dabei. Und noch einmal: Frohe Weihnachten. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Dez
23
2010
…looking at things.

© kj-ilat.tumblr.com
Es gibt eine Menge Schwachsinn, den man im Internet anstellen kann. An jeder Ecke findet sich eine Kleinigkeit, mit der man die Zeit totschlagen kann. Ganz besonders praktisch ist das, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat, um diese totzuschlagen. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Vielmehr wollen wir nur eine dieser Kleinigkeiten ins Rampenlicht unserer Blogroll schieben. In diesem Blog finden sich nur Bilder von Kim Jong-Il. Nicht irgendwelche Bilder. Fotos vom nordkoreanischen Oberheadbanger beim Betrachten diversester Dinge. Und damit jeder sofort weiß, was er auf der Seite finden kann, haben die Betreiber ihr einen sehr bezeichnenden Titel gegeben: »Kim Jong-Il looking at things«. Zeit raubender Schwachsinn kann so einfach sein. Und so viel Spaß machen. Schuld an allem ist diesmal übrigens Stephan. Der hat uns den Quatsch erst gezeigt.
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Ein Kommentar
Dez
23
2010
Wenn ein Link eine Reise tut

© caulfielddo
Auch in diesem Jahr kommt METAPLOT mal wieder nicht am Wetter vorbei. Wir stimmen jedoch nicht in das Gejammer über zugefrorene WIndschutzscheiben und unpassierbare Gehwege ein, sondern widmen uns winterlicher Streetart, bei der ein neuer Trend zu beobachten ist.
Früher trafen sich Liebende auf der kleinen Anhöhe hinterm Dorf, tauschten unter einer Linde liegend schüchtern Zärtlichkeiten aus und ritzten – zum Zeichen ihrer immer währenden Liebe – ein Herz in den Stamm. Ein Liebesbeweis, der Jahrzehnte überdauert, inzwischen aber nicht nur von Baumumarmern kritisch gesehen wird. Frisch Verliebte kanalisieren ihr Mitteilungsbedürfnis deshalb auf andere Weise. Diese ist ökologisch zwar unbedenklicher als das Baumritzen, ästhetisch jedoch sind Freundschaftsring und -amulett ein deutlicher Rückschritt. … weiter
Amien unter wegs | Ein Kommentar
Dez
21
2010
a) Michael Dudikoff in American Fighter 4.
b) Niki Lauda nach dem Rennen auf dem Nürburgring.
c) Knecht Ruprecht in der Selfkant-Variante.
d) Ein unbekannter Henker.
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Lösung nach dem Klick
Amien unter wegs | Kein Kommentar
Dez
6
2010
Beim Brainstorming ist alles erlaubt. Eine Runde freies Assoziieren hat noch niemandem geschadet. Schalke gegen Bayern, große Bühne, Diven, Fußballoper. Das kann man mal vor sich hin denken. Aber muss aus diesen Gedankengängen gleich ein brandneues Konzept für eine Fußballübertragung gemacht werden? Der Sender Sky hat diese Frage am vergangenen Samstag mit »Ja« für sich beantwortet. Und so sind die Kunden des Bezahlsenders beim Abendspiel der Bundesliga in einen ganz besonderen Genuss gekommen. Einen ganz besonders seltsamen Genuss. Während auf Tonoption 1 Marcel Reif das Spiel kommentierte, übernahm diese Aufgabe auf Kanal 2 gleich ein ganzes Quartett. Frei improvisierend, boten vier Opernsänger den Ton zum bewegten Bild. Eindrucksvoll haben sie dabei unter Beweis gestellt, dass Arien nur sehr bedingt freestyletauglich sind. Vor allem aber, dass man beim freien Assoziieren auf eine Menge Quatsch kommen kann.
Christoph unter irdisch | 4 Kommentare
Okt
7
2010
…unter die Gürtellinie
Benefizspiele zwischen Politikerteams sind mit das Ödeste, was man in Bezug auf Fußball geboten bekommen kann. Um des lieben Friedens Willen enden die Partien unentschieden, nur die wenigsten Staatsdiener sind in der Lage, ansehnlich mit dem Ball umzugehen, und wehtun möchte sich schon gar niemand. Dass so etwas auch ganz anders aussehen kann, zeigt ein Blick nach Südamerika. In Boliviens Hauptstadt La Paz ist es neulich in doppelter Hinsicht zu einem Politiker-Kick gekommen. Im Spiel seines Teams gegen das des Bürgermeisters hat Staatspräsident Evo Morales, stilecht mit Kapitänsbinde und Rückennummer 10 ausgestattet, leicht die Nerven verloren. Anders als die Kamera hat der Schiedsrichter das Vergehen allerdings nicht gesehen. Der Sünder blieb auf dem Feld und erzielte kurz vor Schluss den letzten Treffer der Partie. Zum 4:4. Unentschieden. Um des lieben Friedens Willen, wahrscheinlich.
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Okt
6
2010
Aber hier leben…

© metaplot
Morgens, halb Zehn in Deutschland. Ein Termin in einer Autowerkstatt hat mich in meinen Geburtsort verschlagen. Sonst immer in Boxenstoppmanier durchgezogen, soll das Schrauben diesmal etwas länger dauern. »Mindestens drei Stunden«, schätzt der Meister. Im Verlauf der letzten Jahre bin ich niemals mehr als ein paar Minuten hier gewesen. Ich nutze die frei gewordene Zeit, um durch die Straßen zu schlendern, und werde eiskalt erwischt. In meinen Kindheitserinnerungen bunt und lebendig, wirkt die Kleinstadt jetzt grau und verhärmt. Ein trostloser Vormittag in drei Begegnungen. … weiter
Christoph unter wegs | 2 Kommentare
Sep
13
2010
Wir wollen schließlich auch ein Stück vom medialen Kuchen
Jedem, der sich mit Sprache beschäftigt, ist schon einmal der eine oder andere niedliche Vertipper über den Weg gelaufen. Da wird im Artikel über den ÖPNV aus den Bussen, die von vielen Fahrgästen bestiegen werden, ganz flott der Busen. Oder der Trittleiter fehlt plötzlich ein L und alle halten nach Pusteln Ausschau, die sich während des Gehens schlagartig entleeren.
Neben diesen Tippfehlern, sorgen bei mir die Rechtschreibehilfen der Textverarbeitungsprogramme immer wieder für großes Amüsement. Man hat einen Text geschrieben, ein oder zwei Mal Korrektur gelesen und lässt als letzte Instanz die Rechtschreibeprüfung über den Text laufen. Neben berechtigter Kritik moniert die Maschine aber mitunter Begriffe, die vollkommen korrekt sind und schlägt dann Alternativen vor, die manchmal unsinnig, manchmal lustig, manchmal aber auch äußerst tiefsinnig sind. Viel zu viele dieser Beispiele habe ich kurz registriert und nach einem Schmunzeln wieder vergessen. Deshalb hier nur zwei davon. … weiter
Amien unter bewusst | Kein Kommentar
Aug
28
2010
Peter Burschs Erben

© metaplot
Die Welt der Rockmusik ist eine schmutzige. Kaum ist Mann einer Band beigetreten, hat sich eine Gitarre umgehängt und mit »Summer of ‘69« den Schulball gerockt, klingeln auch schon die ersten Groupies an der Haustür. Weiter oben auf der Erfolgsleiter dürfte es nicht weniger heiß hergehen. Aller Verlotterung zum Trotz, ist das Thema Sex am Musikalienhandel bislang allerdings kilometerweit vorbei gegangen. Dass diese Bastion nun auch gefallen ist, habe ich bei einem abendlichen Spaziergang durch meine verregnete Heimatstadt feststellen müssen. Sex sells. Vielleicht nicht Querflöten, Bratschen und Triangeln. Die ersten Schritte zum Rock ‘n Roller aber offensichtlich schon. Während in der Vergangenheit Menschen wie Peter Bursch den ambitionierten Gitarrenquäler an die Hand nahmen, werden in der Branche jetzt andere Saiten aufgezogen. Zwei leicht bekleidete Mädels haben den Job übernommen. Und Hand aufs Herz, liebe Geschlechtsgenossen: Der Zusatz auf dem Cover, »includes DVD«, macht schon irgendwie neugierig. Wie wird die Präsentation der A-Saite wohl aussehen? Lernt man mit dem Buch auch »Summer of ‘69«? Und was zu tun ist, wenn es danach an der Haustür klingelt?
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Aug
23
2010
473 mal 15 Sekunden

© starwarsuncut
Vor ein paar Monaten hat Casey Pugh eine rasante Idee gehabt: Gemeinsam mit einer Handvoll Mitstreitern hat er den Ur-Star-Wars-Film (alias »Episode IV«) in 473 gleichgroße Teile zerschnitten, um diese dann unter interessierten Fans der Weltraumsaga zu verteilen. Natürlich nicht ohne Arbeitsauftrag: Jeder sollte seinen jeweiligen Part vollkommen frei Schnauze neu verfilmen. Die daraus entstandenen Videos haben Casey und seine Crew am Ende wieder zusammengebastelt. Herausgekommen ist dabei eine ganz besondere Hommage an diesen Filmklassiker. Von trashig in Alufolie gewickelten Robotern über Stop-Motion-Szenen und Hobbyschauspielern vor Zeichentrickkulissen bis hin zu Brillenträgern in Hundekostümen wird so ziemlich alles geboten, was man sich bislang nicht unter dem Krieg der Sterne vorstellen konnte (oder wollte). Das Gesamtkunstwerk und allerlei Drumherum werden auf dieser Seite präsentiert. Wer ohne langes Vorgeplänkel gleich den Streifen sehen will, springt am besten hierhin. Viel Vergnügen. (Bildquelle: Screenshot)
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Ein Kommentar