Mrz 2 2011

Lieblingslied # drie

Everlong

© Rongyos 1997

»Stimmt, jetzt sind die Scheiße. Aber die alten Sachen sind wirklich super.« Unzählige Male habe ich diesen Satz gehört. Vorzugsweise von Skorpions- und Genesisfans, die sich so für »Wind of Change« oder »I can´t dance« zu entschuldigen versuchten. Als junger Musik-Aficionado hatte ich dafür allenfalls ein mitleidiges Lächeln übrig und hörte mir diesen Mist auf keinen Fall an.

Die Zeit schreitet voran, und so ist es nun an mir zu sagen: »Stimmt, jetzt sind die ›Foo Fighters‹ Scheiße. Aber die alten Sachen sind wirklich super.« Nur ein halbes Jahr nach dem Tod seines ehemaligen Bandleaders Kurt Cobain, hatte Dave Grohl im Oktober 1994 das selbstbetitelte Debüt in Eigenregie aufgenommen. Ein Album, das man von einem ehemaligen Nirvanamitglied nicht erwartet hatte. Charmante, mitunter etwas belanglose Melodien, die ohne Wut und Weltschmerz vorgetragen wurden. … weiter

Amien unter schätzt | Kein Kommentar


Jun 9 2010

Ihr wollt ein Lieblingslied

Ihr kriegt ein Lieblingslied

© streetpreacher83

Irgendwie war in letzter Zeit wenig los auf METAPLOT. Sowohl von Autoren- als auch von Rezipientenseite. Deshalb wurde das gestrige private Treffen zweier der drei Betreiber dieser Homepage kurzerhand zum Strategie-Meeting umfunktioniert. Da wurden Besucher-Statistiken analysiert, Business-Pläne entworfen und per Videoschalte Kontakte zu den ersten Adressen der PR-Branche geknüpft. Eines der Ergebnisse dieses Arbeitsessens ist eine neue Reihe, deren ersten Beitrag ihr nun lesen könnt. Es geht um Lieblingslieder. … weiter

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Mrz 10 2009

Man wird doch mal fragen dürfen

Die Chili Peppers und der musikalische Irrealis

© Warner Brothers

Wie oft hat man sich schon Paralleluniversen ausgemalt: »Was wäre passiert, wenn ich an dieser oder jener Wegkreuzung anders abgebogen wäre, eine andere Entscheidung getroffen hätte?« Wäre mein Leben komplett anders verlaufen, oder bewegen wir uns alle nur innerhalb gewisser Margen, die unsere Persönlichkeit vorgibt? Wie interessant solche Tagträumereien sind erkennt man daran, dass sie sich vielfach in Literatur und Film niederschlagen. Während »Lola rennt« sich auf der Ebene der ganz persönlichen Entscheidungen bewegt und so drei Was-wäre-wenn-Alternativen entwirft, befasst sich ein Großteil des Genres mit den großen Fragen der Geschichte. … weiter

Amien unter schätzt | 2 Kommentare


Feb 24 2009

Hinter Gittern

Ein Klassiker wird 40.

YouTube Preview ImageDie Jahrestage überschlagen sich derzeit regelrecht. Gestern Amien, heute »San Quentin«. Auf den Tag vor 40 Jahren wurde Johnny Cash’s Live-Album im gleichnamigen Hochsicherheitsgefängnis in Kalifornien aufgenommen. Mit Platz 1 sowohl in den Country-, als auch in den Pop-Charts markierte es den vorläufigen Höhepunkt seines erfolgreichen Comebacks nach überstandener Tablettensucht. Auch wenn der zeitgleich entstandene Konzertfilm des britischen TV-Senders »Granada Television« wegen zu unbequemer, gesellschaftskritischer Sprüche des Sängers lange Zeit nicht ausgestrahlt wurde, bedeutete »San Quentin« und die an diesem Abend erstmals aufgeführte Nummer-Eins-Single »A boy named Sue« den endgültigen internationalen Durchbruch für Johnny Cash.  Selbst vier Jahrzehnte nach ihrer Entstehung ist beim Hören der Aufnahmen für mich noch immer dieses Knistern spürbar, das seinerzeit in der Luft gelegen haben muss. … weiter

Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar


Feb 11 2009

Absolutely böse

Auf ein zweites Mal

evil knievel

© sony bmg

Was hatten wir den 16. April 1996 herbeigesehnt:  Erscheinungstag des neuen Rage against the machine-Albums »Evil Empire«. Gut drei Jahre waren seit dem selbstbetitelten Debütalbum vergangen, das die recht überschaubare musikalische Welt meines Freundeskreises förmlich weggeblasen hatte. Musikalisch sozialisiert in den 80er Jahren hatten wir Kim Wilde, Duran Duran und Modern Talking überlebt. Das wohl nur, weil es für jeden  von uns persönliche Musikhelden gab, die ihn durch diese dunklen Zeiten begleiteten. Depeche Mode, Talk Talk oder The Smiths waren die Retter in der musikalischen Not. Ich selber hatte Prince als musikalischen Strohhalm gewählt und kann auch heute noch mit einem gewissen Stolz auf mein erstes Album »Sign of the Times« verweisen (Erste Single: »When the going gets tough« von Billy Ocean. Autsch). … weiter

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