Nov 4 2011

Up in the Air

© Metaplot

Von Drachen und Menschen

Katzen, Mainzelmännchen und Blumentöpfe. So ziemlich alles lässt sich mit viel Strömungswiderstand und ein wenig Wind in die Luft bringen und dann als Drache bezeichnen. Das ist die eine Erkenntnis des Treffens der Drachenfreunde Euregio, das am vergangenen Wochenende zahlreiche Drachen und Zuschauer nach Orsbach gelockt hat. Die andere Erkenntnis ist die, dass Kinder durchaus wettbewerbswillig sind, wenn man ein geeignetes Ambiente schafft.

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Zum Beleg für die erste Erkenntnis müssen die angefügten Bilder reichen. Die zweite bedarf der Erläuterung. Unter dem Motto „Öcher Printen lernen fliegen“ hielten die Drachenfreunde eine Kinderbelustigung bereit, die auch passivsportbegeisterten Erwachsenen Freude bereitet. An einem mit Sparkassen-Emblem versehenen Drachen wurden Printen, Schlüsselanhänger und anderer Tinnef in die Luft gebracht. Ein Mechanismus sorgte dafür, dass sich die Leckereien schließlich vom Transportgefährt lösten und an kleinen Fallschirmen Richtung Erde segelten. Unten warteten zahlreiche Heranwachsende, die abhängig von ihrer Fähigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit korrekt einzuschätzen und ihrem Durchsetzungsvermögen, mehr oder weniger von den Gaben aus der Luft profitierten.

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Aufgrund wechselnder Winde schob sich der Kinderpulk auf der gesamten Wiese hin und her – immer in Richtung erwarteter Landezone. Während die jüngeren Fänger Printen und Schokolade favorisierten, spezialisierten sich die Ü-Zehnjährigen auf die Schlüsselanhänger, die mangels Fallschirm eine deutlich kürzere Flugbahn nahmen. Hier versammelten sich auch die meisten erwachsenen Zuschauer, die großen Spaß daran hatten, Latoya und Torben-Lasse dabei zu beobachten, wie sie sich in die Enden desselben Schlüsselanhängers verbissen und darüber den nächsten Start des Sparkassen-Drachen verpassten. Noch interessanter war es, die Eltern der Gladiatoren zu beobachten. Hin- und hergerissen zwischen den beiden Erziehungsmaximen, „Gewalt ist keine Lösung“ und „Kinder müssen Streiten lernen“, waren sie stets auf dem Sprung, um blutige Eskalationen zu vermeiden oder gegebenenfalls den Schlüsselanhänger der eigenen Brut zu verteidigen.

Insgesamt also sowohl aus soziologischer als auch aus aeronautischer Sicht ein rundum gelungener Sonntagsausflug.

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Amien unter haltsam | Kein Kommentar


Aug 4 2009

Alles außer Bomben

Für den MacGyver in Dir.

YouTube Preview ImageOffen gesagt habe ich mich nicht sonderlich gefreut, als ich Mitte der 80er ein Schweizer Messer zum Geburtstag geschenkt bekam. Schließlich hatte ich mir doch einen Detektivkasten gewünscht. Mit Fingerabdruckpulver und Phantombildschablonen. Dass mir auch dieses rote Ding mit dem weißen Kreuz die Tür zum Agentendasein hätte öffnen können, habe ich erst einige Zeit später erfahren. Als Angus MacGyver in mein Leben trat. Junge, hatte der es drauf. Schrauben, schnitzen, löten, schweißen. Ein bisschen Klebeband drum. Fertig. Am Ende siegte immer Mackie (Taschen-)Messer. Da konnten die Bösen noch so sehr rumballern. Ich wollte MacGyver sein. Und scheiterte kläglich am fehlenden Bastel-Know-How. Das sähe heute wohl ganz anders aus. Danke Internet. … weiter

Christoph unter haltsam | Ein Kommentar


Apr 21 2009

Singende Maschinen reloaded

James Houston

© James Houston

Wie schön Hardware musizieren kann, wenn man sie denn lässt, habe ich hier ja schon einmal vor einiger Zeit erzählt. Während damals aber nur ein paar »Solisten« für uns gebrummt, gesurrt und gefiept haben, soll es jetzt ein wenig orchestraler werden. Im Chor zu singen, ist doch irgendwie viel schöner. Und mehrstimmig kann man sich auch direkt an ganz andere musikalische Brocken wagen. Hier kommen drei Beispiele. … weiter

Christoph unter haltsam | Ein Kommentar


Jan 29 2009

Verborgene Talente

Wenn Maschinen singen.

YouTube Preview ImageScanner scannen, Floppys fressen Disketten und Festplatten hängen sich auf. Für unsensible Otto Normaluser wie mich hört die Wahrheit kurz hinter diesen Fakten auf. Dabei hätte man spätestens bei den Tanz- und Singeinlagen von »Nummer 5« darauf kommen können, dass hinter all den Kabeln und Platinen auch etwas Musisches schlummert. Gott sei Dank besteht die Menschheit aber nicht nur aus ungehobelten Klötzen. Mit ein wenig Geduld und Spucke schaffen es Maschinenversteher wie der Herr hier tatsächlich, die verborgenen Talente ihrer Kisten zu wecken. Plötzlich geben Scanner Beethoven zum Besten oder brummen Floppys den Imperialen Marsch aus »Star Wars«. Und wo die Jungs von der Tüftlerfront gerade schon beim Zweckentfremden sind, bringen sie der Hardware noch ganz andere Sachen bei. … weiter

Christoph unter bewusst | 3 Kommentare