Sep 16 2011

Sonic Iceland

© Sonic Iceland

Moment mal, ist heute nicht der 16. September? Das passt ja wie die Faust aufs Auge. Also, in Sachen Einleitung für dieses Artikelchen, meine ich. Denn heute auf den Tag vor sieben Jahren war ich in Island. Genau heute, nicht gestern und nicht morgen. Hinflug, umgucken, Fußball, Rückflug. Zwar habe ich nicht besonders viel von der Insel gesehen, aber sicher bin ich trotzdem: Ich hätte es da auch länger ausgehalten.

So wie Kai und Marcel, zum Beispiel. (Das ist mal eine Überleitung, was? Rasant und gekonnt!) Die beiden waren im vergangenen Jahr einen runden Monat dort im Norden, haben eine Menge Leute aus der sehr reichhaltigen isländischen Musikszene kennengelernt und auch sonst noch ein paar tolle Dinge erlebt. Da die beiden ihre Erlebnisse in schöne Worte fassen können (und Kai zudem ganz wundervolle Fotos geschossen hat), haben wir seinerzeit Daheimgebliebenen auch etwas von ihrem Trip. Im Rahmen ihres Blogs »Sonic Iceland« breiten Kai und Marcel ihre Reiseerinnerungen Kapitel für Kapitel vor uns Lesern aus. Irgendwann soll das Ganze auch als Buch erscheinen. Bis dahin ist die digitale Fassung aber schon einmal nicht schlecht. Und das ist vollkommen untertrieben. (Bildquelle: Screenshot)

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Aug 4 2011

Macht Innermann Druck!

© floyd celluloyd

Fragend schaut Derrick den vermeintlichen Zeugen an: »Kannten Sie den Toten?« »Ach, Herr Kommissar, wann kennt man jemanden schon? Man kennt sich ja selbst kaum heutzutage.«

Ja, wann kennt man jemanden schon? Ist das Kennen überhaupt immer so wichtig? Floyd, zum Beispiel, kenne ich gar nicht. Oder nur das, was ich von ihm im Internet lese und sehe. Daher weiß ich unter anderem, dass Floyd ein Fotograf ist, dass er musikalisch auf Reggae und Reggae-artiges steht. Und dass er diese beiden Dinge auf einer Seite namens »Innermann« unter einen Hut gebracht hat: Dort zeigt er großartige Schwarz-Weiß-Fotos von meist jamaikanischen Musikern, die er im Verlauf der letzten zehn Jahre selbst geschossen hat.

Nach einem Jahrzehnt des Bildermachens möchte er diese jetzt auch in gedruckter Form unter das Volk bringen. Ein 230-Seiten-Buch liegt im fertigen Layout daheim und wartet darauf, gedruckt zu werden. Weil sich das vor allem finanziell als nicht so einfach erweist, sucht Floyd aktuell Sponsoren und/oder Spender, die ihm bei der letzten Etappe seines Buch-Traumes unter die Arme greifen. Wer sich mit diesem Anliegen angesprochen fühlt, schaut für weitere Informationen am besten einmal bei Innermann vorbei. Vergesst nicht, Euch die Fotos in der dortigen Gallery anzusehen. And spread the Word. (Bildquelle: Screenshot)

Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar


Apr 18 2011

This is not Porn

Rare and beautiful

© this is not porn

Hello and a warm welcome to all you guys being brought here by Google. You might have been looking for some naked girls or hardcore action or anything like that. Unfortunately you won’t find any of these things over here. We say »Hello«, you say »Goodbye«.

So, jetzt dürften wir wieder unter uns sein. Der Titel der Seite, die wir hier empfehlen ist aber auch sowas von missverständlich. Nun ja, eigentlich ja nicht. Immerhin steht da »not«. Und tatsächlich hat das Ganze nicht im Geringsten mit Porno zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine inzwischen stattliche Sammlung von Celebrity-Fotos, wie zumindest wir sie bislang noch nicht gesehen haben. Jede Menge Berühmtheiten aus Film und Fernsehen fernab vom üblichen Promo-Schnickschnack, wie ihn Bunte und Co verbreiten. Wie der Betreiber des Blogs an diese ganzen Bilder kommt, bleibt wahrscheinlich sein Geheimnis. Dass er sie mit aller Welt teilt, ist ihm auf jeden Fall hoch anzurechnen. Dafür herzlichen Dank und eine ausdrückliche Empfehlung.

METAPLOT

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Apr 14 2011

Auf die Fresse!

Steve Buscemi und Nic Cage

© cwsbe

Wenn Menschen, die gerne mit Photoshop rummachen, zu viel Zeit haben, kommen bisweilen die absonderlichsten Dinge heraus. Immerhin gibt es nichts, was man nicht per Bildbearbeitung mit Fotos anstellen kann. In diesem Blog, zum Beispiel, sind nur Bilder von jungen, weiblichen Berühmtheiten zu sehen – mit denen aber irgendetwas nicht stimmt: Alle Augenpartien sind durch die von Steve Buscemi ersetzt. Manchmal bemerkt man das erst auf den zweiten Blick. Warum? Warum nicht?

Und dann wäre da noch diese Seite. Sie handelt einzig und allein von Nicolas Cage. Dem wird ja immer mal wieder nachgesagt, dass sein Gesicht konturlos und allerweltig genug ist, um so ziemlich jede Rolle zu spielen. (Dass er beim Spielen der Rollen immer nur dieselben zweieinhalb Gesichtsausdrücke drauf hat, macht ihn sogar noch vielseitiger einsetzbar.) Dass Cages Gesicht wirklich überall hinpasst, beweisen die Betreiber (und alle ehrenamtlichen Photoshopper) der Seite eindrucksvoll (und manchmal auch etwas albern). Kann man sich, genau wie die Chicks mit den Buscemi-Augen mal angucken.

METAPLOT

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Apr 6 2011

Fuck you very much

The new »Thank you«

© fyvm.dk

Wenn man so durch die Weltgeschichte surft, kommt man dauernd an Bildern oder Fotos vorbei, die irgendwelche Assoziationen wecken. Vor einiger Zeit haben sich die beiden Betreiber dieser Seite entschlossen, ihre Assoziationen mit der Welt zu teilen. Wenn wir uns richtig erinnern, ging es am Anfang darum, sie erst einmal miteinander zu teilen, weil die beiden nicht gerade um die Ecke voneinander lebten. (Dänemark-Amerika? Wie war das noch mal?) Diese Entfernung wird inzwischen nicht mehr in der Blogbeschreibung erwähnt, was die Vermutung nahelegt, dass der Junge und das Mädchen wieder näher beieinander sind. Schön für die beiden. Und schön für die Welt, dass sie ihr visuelles Tagebuch trotzdem weiterführen. Nachdenklich, lustig, schön: Da ist für jeden etwas dabei. Fuck you very much.

METAPLOT

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Feb 15 2011

Drüberleben

Kein Grund, traurig zu sein

© drüberleben

Kathrin, Mitte Zwanzig, bestreitet ihren Lebensunterhalt als freie Autorin. Sie ist eine normale junge Frau, die mit vielen anderen Menschen ein Schicksal teilt: Seit fast einem Jahrzehnt leidet sie an Depressionen. Doch im Gegensatz zum Großteil ihrer Leidensgenossen ist sie nicht gewillt, über ihre Erkrankung zu schweigen. Stattdessen lässt sie auf ihrer Seite den Rest der Welt an ihrem Innenleben teilhaben. Dort beschreibt Kathrin absolut lesenswert, was sie erlebt und beschäftigt – derart lesenswert, dass sie von der »Mädchenmannschaft« zur Bloggerin des Jahres 2010 gekürt wurde. In Anbetracht dieser Aufmerksamkeit ist sie auf unseren Hinweis eigentlich nicht angewiesen. Dennoch – und frei nach dem Motto »Kleinvieh macht auch Mist« – möchten wir jedem unserer Leser ans Herz legen, einmal bei Kathrin vorbeizuschauen. Je mehr Menschen sich mit dem Thema Depression beschäftigen, desto größer ist die Chance, dass diese Erkrankung nicht länger an den Rand der Gesellschaft geschwiegen wird. Denn die darunter Leidenden sind nicht mehr und nicht weniger als ganz normale Männer und Frauen. So wie Kathrin eben.

UPDATE: Vor kurzem hat Kathrin angekündigt, nicht mehr nur Depressionen im Mittelpunkt ihres Blogs stehen zu lassen. Eine ebenso konsequente wie nachvollziehbare Entscheidung: Um wirklich »drüberleben« zu können, ist es wahrscheinlich besser, den Fokus nicht immer nur auf die eigene Erkrankung zu richten. Lesenswert bleibt die Seite dank Kathrins toller Schreibe ohnehin.

METAPLOT

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Feb 15 2011

Facial Awareness

Soooooon Bart

© Facial Awareness

Gesichtshaar ist nicht Jedermanns Sache. Bei manchen Männern sieht es aber auch reichlich beschissen aus. Von Frauen mal ganz zu schweigen. Dann gibt es aber auch jede Menge Herren, die ein Bart ungemein kleidet. Diese Schönheit in all ihren Facetten findet ihre Verewigung auf dieser Seite. Mindestens zwei Drittel von METAPLOT erblassen beim Scrollen durch die dortige Bildersammlung vor Neid. Denn eine Grundvoraussetzung für das Tragen eines Bartes ist unzweifelhaft ein vorhandener Bartwuchs. Und genau daran hapert es bei besagten 66%. Manch einer behauptet, das Unglück in Tschernobyl habe seinerzeit die ersten sprießenden Stoppeln weggebrutzelt. Die Pubertät zum absolut falschen Zeitpunkt: Eine haarige Theorie, die von komplett zugewachsenen Altersgenossen natürlich ad absurdum geführt wird. Aber welcher Kerl gibt schon gerne zu, dass zu wenig Testosteron in seinem Blut schwimmt? Oops, etwas vom Thema abgekommen. Darum sollte es jetzt und hier ja gar nicht gehen. Darum: Klicken, Bärte gucken, Spaß haben.

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Feb 15 2011

Graphitti-Blog

Die Welt erklärt in lustigen Grafiken

© Graphitti-Blog

Das Leben kann so einfach sein. Ist es dann wohl auch. Zumindest wenn man dieser Seite glaubt. Warum weinen Frauen? Welche Farbe zeigt die Ampel, wenn ich bei ihr ankomme? Wo ist der Döner, den ich gerade gegessen habe? Es scheint keine Frage des Alltags zu geben, die deren Betreiber nicht in Form von Grafiken erklären können. Ganz gleich ob Tortendiagramme, Balkentabellen oder Kurvenverläufe: Alles, was die hohe Kunst der Statistik hergibt, findet dabei seine Anwendung. Wissenschaftlich fundiert ist daran selbstverständlich gar nichts. Dementsprechend sollte man sich nach dem Betrachten des Blogs nicht unbedingt schlauer fühlen. Gut unterhalten aber auf jeden Fall schon. Und wie es ein weiser Mann dereinst formulierte: In jedem Witz ist ein Loch, durch das die Wahrheit pfeift.

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Jan 28 2011

Anti Duckface

Stop making it!

© antiduckface

»Oh Gott, ich werde geknipst! Schnell, ich muss toll aussehen. Begehrenswert. Lässig. Verrucht.« So weit, so gut, so nachvollziehbar. Wir alle wollen auf Fotos nicht unbedingt aussehen wie die Deppen. Aber wie um alles in der Welt kommen manche Damen darauf, dass das Ziehen einer Schnute beim Betrachter die gewünschte Wirkung erzielen könnte? Was genau soll an nach außen gestülpten Lippen sexy sein? Eine Antwort auf diese Fragen liefert diese Seite nicht. Dennoch leistet sie wichtige Aufklärungsarbeit. Denn nach dem Durchblättern dürfte jedem Besucher klar sein, dass es sich bei dieser weiblichen Reaktion auf Kameras nicht um seltene Ausnahmefälle handelt. Eine erschütternde Studie, die ganz nebenbei noch für den einen oder anderen Lacher sorgt. Von begehrenswert, lässig oder verrucht findet sich allerdings keine Spur.

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Dez 23 2010

Kim Jong-Il…

…looking at things.

© kj-ilat.tumblr.com

Es gibt eine Menge Schwachsinn, den man im Internet anstellen kann. An jeder Ecke findet sich eine Kleinigkeit, mit der man die Zeit totschlagen kann. Ganz besonders praktisch ist das, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat, um diese totzuschlagen. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.

Vielmehr wollen wir nur eine dieser Kleinigkeiten ins Rampenlicht unserer Blogroll schieben. In diesem Blog finden sich nur Bilder von Kim Jong-Il. Nicht irgendwelche Bilder. Fotos vom nordkoreanischen Oberheadbanger beim Betrachten diversester Dinge. Und damit jeder sofort weiß, was er auf der Seite finden kann, haben die Betreiber ihr einen sehr bezeichnenden Titel gegeben: »Kim Jong-Il looking at things«. Zeit raubender Schwachsinn kann so einfach sein. Und so viel Spaß machen. Schuld an allem ist diesmal übrigens Stephan. Der hat uns den Quatsch erst gezeigt.

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