Dez 30 2009

Kurz umgedreht

cpfilm

© cpfilm

Nein, heutzutage würde ich keine pastellfarbenen Sweatshirts mehr tragen. In die stone-washed Jeans würde ich sie schon gar nicht stecken. Ein paar andere Sachen, die ich in den 80ern veranstaltet habe, mache ich über zwanzig Jahre später allerdings immer noch. »Ferris macht blau« gucken, zum Beispiel. »Pretty in Pink« auch. Und »Breakfast Club« sowieso. Beim Durchwühlen meiner Lesezeichen bin ich jetzt auf eine kleine Montage gestossen, die ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Und weil es irgendwie passt, gibt es dahinter noch eine Zugabe. »Aktenzeichen xy… ungelöst« gucke ich zwar heutzutage nicht mehr, in den 80ern aber eben schon. … weiter

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Dez 7 2009

Steine im Netz

Einen alten Spielkameraden neu entdecken

Craig A Rodway

© Craig A Rodway

Als der dänische Tischler Ole Kirk Christiansen 1949 die ersten LEGO-Steine auf den Markt warf, dachte er wahrscheinlich in erster Linie an Kinder als Zielgruppe. Nicht zu unrecht. Früher hatte jeder, den ich kannte, sie ständig in den Händen. Etliche bunte und benippelte Steinchen haben ich und meine Freunde im Laufe unserer Kindheit auf- und nebeneinander gesteckt. Mal nach der Anleitung in der Packung, mal frei Schnauze. Dank LEGO haben wir ganze Welten erschaffen, die dann mit einer Horde gelbköpfiger Figuren bevölkert wurden. Irgendwo im Keller meines Elternhauses müsste noch ein riesiger Steinvorrat liegen. Seit vielen Jahren unberührt. Irgendwann bin ich einfach zu alt dafür geworden. Oder ich habe mich zumindest für zu alt gehalten. Bis uns das Internet wieder zusammenführte, haben LEGO und ich uns eine ganze Zeit nicht gesehen. Seitdem spielen wir wieder miteinander. Allerdings nicht ganz so wie früher. Eher eine besondere Variante von »Hase und Igel«. Wo immer ich hinsurfe, ist LEGO schon lange. Mein alter Spielkamerad ist im worldwide Web ein omnipräsenter Star. Denn viele Leute sind dafür nie zu alt geworden. … weiter

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Mai 18 2009

When I fall in Love

Tragik ist Komik in Spiegelschrift

cimg0882

© Metaplot

Ich weiß nicht mehr genau wie es bei mir war auf jeden Fall fand ich Mädchen irgendwann nicht mehr blöd (also zumindest nicht nur blöd). Im Rückblick fällt es schwer zu sagen, ob ich abends als Mädchenblödfinder ins Bett und morgens als Mädchennichtnurblödfinder aufgewacht bin oder ob das mehr so ein allmählicher Prozess war. Mit dieser Transformation traten jedenfalls Probleme in mein Leben, die alle bisherigen blass aussehen ließen. Galt bis dahin als größte Herausforderung, in die richtige Fußballmannschaft gewählt zu werden, musste ich mich nun mit dem Anbahnen einer Zweierbeziehung beschäftigen. Dabei bestand das größte Problem darin, dass ich nicht wusste, ob mein Gegenüber schon zu der Fraktion der Jungennichtnurblödfinder gehörte oder ob es noch im geschlechtlichen Dornröschenschlaf dämmerte. Nach der Überwindung dieser ersten Barriere, die im Laufe der Pubertätsjahre naturgemäß niedriger wurde, entpuppte sich die Anbahnung der ersten Verabredung als ein dauerhaftes Problem. Wie gebe ich mich? Wie spreche ich sie an? Und vor allem wie und wozu verabrede ich mich mit ihr? Fragen, die auch nach Jahrtausenden der Erste-Date-Geschichte nichts von ihrer Tücke verloren haben. … weiter

Amien unter bewusst | Kein Kommentar


Jan 26 2009

Gefangen in einer weit, weit entfernten Galaxie

… lange vor unserer Zeit.

The Peters'

© The Peters'

Ein Teil von mir ist gefangen an einem Freitagnachmittag. Ich bin neun Jahre alt, Lando Calrissian und C3-PO. Gestern haben wir »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« bei René geguckt. Heute wollen wir den Film nachdrehen. Dirk hat die Kamera seines Vaters mitgebracht. Er ist Luke Skywalker. (Das funktioniert in etwa wie beim Fußball: Wer den Ball mitbringt, darf Rummenigge sein.) Prinzessin Leia ist auch schnell gefunden. Von den Mädels will nur Silke mitmachen. Später soll Marc sie küssen. Han Solos tun so etwas nun einmal. Als Belohnung für diesen selbstlosen Einsatz darf er auch den Darth Vader spielen. Marc ist einen Kopf größer als alle anderen. Und er kann rasselnd atmen wie kein zweiter. … weiter

Christoph unter haltsam | Ein Kommentar