Jun
8
2010
Das Auge parkt mit.

© metaplot
Lücke frei, Karre rein. So einfach kann das Parken sein. Oftmals aber auch so hässlich. Dass sich die Metallic-Lackierung des eigenen Vehikels mit der Hauswand beißt, vor der es gerade abgestellt wird, scheint die meisten Autofahrer nicht zu kratzen. Bislang. Denn in meiner unmittelbaren Nachbarschaft hat offensichtlich ein Umdenkprozess eingesetzt. Weg vom lieblosen Abstellen, hin zum ästhetischen Ins-Gesamtbild-Einfügen. Im Namen aller Freunde des Schönen möchte ich mich dafür herzlichst bedanken. Und alle Kraftfahrzeugbesitzer dazu auffordern, den hier gezeigten Beispielen nachzueifern. Auch Zweiradfahrer dürfen sich zur Teilnahme eingeladen fühlen. Schließlich parkt das Auge nicht nur mit. Es bockt auch mit auf. … weiter
Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar
Dez
17
2009
Von der Straße in die Galerie
Wenn es um Graffiti geht, bin ich relativ wählerisch. Bilder, die sich über eine komplette Hauswand oder einen Zugwaggon erstrecken, sind beispielsweise eher nicht mein Ding. Dabei halte ich solcherlei Werke durchaus für Kunst. Doch auch wenn mich die Oldschool-Fraktion jetzt wahrscheinlich für einen Banausen halten wird, sind diese »Pieces« für meinen Geschmack oft zu groß, zu verspielt und zu bunt. Natürlich gibt es Ausnahmen. Am meisten begeistern mich allerdings die kleinen, dezenten Sprühereien, über die man eher zufällig stolpert. (Nein, nicht »Tags«. Deren Sinn kann ich, ehrlich gesagt, überhaupt nicht nachvollziehen. Laut Wikipedia laufen die unter dem Oberbegriff »Revier markieren«. Hunde regeln so etwas über das Pinkeln. Dem ambitionierten Street-Styler hingegen bleibt in seiner Hood nur das Hinterlassen eines möglichst unleserlichen Logos. Immerhin sieht das deutlich mehr nach Kunst aus als ein schnödes »Kevin was here«.) Mal ist es ein Slogan, mal ein Bild. Meist sind sie mit Schablonen in irgendwelche Ecken gesprüht worden, um mich von da aus zum Schmunzeln zu bringen. Oder auch zum Nachdenken. Idealerweise zu beidem. Weil ich diese anonymen Botschaften seit einiger Zeit auf Fotos »sammle«, gibt es nach dem Klick eine ganze Galerie davon. Einer meiner Lieblinge ist leider nicht dabei. Zu der Zeit als »Dieser Satz kein Verb« auf einem Aachener Bürgersteig stand, hatte ich noch nicht ständig einen Fotoapparat in der Tasche. Auch nicht im Telefon. … weiter
Christoph unter wegs | Kein Kommentar
Dez
6
2009
Das war unseres. Geht besser, geht aber auch schlechter.
Die Gefahr des Scheiterns war und ist sehr groß. Im Allgemeinen sowieso, aber auch im Speziellen, das heißt bei eben diesem Text, den ich gerade schreibe und den gerade jemand liest (erst mal wird gelesen. Fotos gibt es noch genug). Das liegt am von mir gewählten Sujet. Es geht nämlich um Abimottos.
Just nach dem der Heranwachsende die erste echte Klippe des Versagens umschifft hat, verspürt er den Wunsch, dies der ganzen Welt mitzuteilen. Und zwar am besten in Form eines Aufklebers auf seinem Golf VI, den seine Eltern ihm vermutlich nur deshalb geschenkt haben, weil sich ein Abi-Button auf einem Fahrrad so unheimlich schlecht macht. Und hier hat sich, wie im Abigewerbe überhaupt, in den letzen Jahren einiges getan. … weiter
Amien unter wegs | Kein Kommentar
Nov
10
2009
Kleiner Mann ganz groß.

© Facebook/Nicolas Sarkozy
Ach, was für eine Aufregung! Pünktlich zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls hat Frankreichs Präsident in der privaten Fotokiste gekramt. Und dabei ein ganz besonderes Schätzchen ans Licht geholt. Stolz berichtete Nicolas Sarkozy am Wochenende, an jenem geschichtsträchtigen Tag vor Ort gewesen zu sein. Einer Ahnung folgend, sei er mit einem Parteifreund am 9. November 1989 nach Berlin gereist. Sogar für ein paar Hammerschläge am Checkpoint Charlie habe es seinerzeit gereicht. Inzwischen melden einige seiner Landsleute allerdings Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung an. Das Datum könne so auf gar keinen Fall stimmen. Bis zur endgültigen Klärung dieser Frage wollen wir hier der Version von »Monsieur le President« uneingeschränkt Glauben schenken. Geschichte wird nun einmal gemacht, wo Menschen wie er zugegen sind. Oder umgekehrt. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Jan
24
2009
Platz für Fußballkultur

© H. Detmer & T. Frison
Wilde Wiese oder Bezirksportanlage: Fußball kann überall passieren. Thomas Frison und Hubert Detmer widmen sich in ihrer Sammlung vor allem den abseitigen Orten des globalen Volkssports. Mit eindrucksvollen Bilderserien zeigen sie Momentaufnahmen dieser vermeintlichen Nebenschauplätze, bei denen dem Betrachter immer wieder klar wird: Die Seele des Spiels wohnt auch außerhalb der modernen Hochglanzarenen. Oder gerade da. (Bildquelle: Screenshot)
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Kein Kommentar