Mai
20
2011
»I want you to notice«
Erinnert sich jemand an den grandiosen Trailer zum letzten David Fincher »Social Network«? Piano-Einsatz, Pixel formieren sich langsam zum Bild einer jungen Frau mit Totenkopftattoo. Dann drei Twens, die an einem Auto lehnen. Partybilder. Der Button »Add a friend« erscheint. Nun dürfte sich dem letzten Zuschauer die Facebook-Association erschlossen haben. Dazu diese großartige Version von »Creep«. »I want a perfect body. I want a perfect soul«, singt ein Mädchenchor während Statusmeldungen auf den Bildschirm getippt werden. Der Clip entfaltet einen Sog, dem sich zu Entziehen schwerfällt. »Wow«, dachte ich beim ersten Sehen im Kino, »da hat Facebook einen verdammt guten und vermutlich preiswerten Clip rausgehauen.« Bis nach etwa einer Minute klar wird, dass es sich um einen Filmtrailer handelt. Eben für diesen »Facebook-Film«, der vom Creep Mark Zuckerberg handelt. Obgleich der Trailer die Vermutung nahelegt, dass es um den Creep in uns allen geht, der nach Aufmerksamkeit heischt. »I want you to notice«. … weiter
Amien unter haltsam | 6 Kommentare
Mrz
23
2011
Habt Ihr Euch auch schon gefragt, warum in Filmen manche Dinge einfach geschehen? Völlig ohne Grund? Dann hört doch einfach mal dem Mann in diesem Clip zu.
Das ist übrigens der Prolog zu einem Kurzfilm namens »Rubber«. Gesehen habe ich den noch nicht, aber das wird sich demnächst hoffentlich ändern. Warum? No reason!
Christoph unter haltsam | 2 Kommentare
Mrz
18
2011
Gerade noch einen Zusammenschnitt diverser Anfangssequenzen von Filmen präsentiert, lege ich jetzt direkt mal nach. Und im Thema bleibe ich dabei auch. In den beiden Filmchen weiter unten sind auch diverse Kinostreifen zusammengebastelt worden. Allerdings sind die Schnittkünstler dabei etwas anderen Motiven gefolgt. So läuft der erste Film unter dem Oberbegriff »In die Fresse«. Ein junger Mann namens Jeff Smith hat jede Menge Ohrfeigen in der Filmgeschichte gefunden, diese ausgegraben und hintereinander gefügt. Das Ergebnis sieht so aus:
Honsco wiederum braucht nur zwei Minuten, um 80 Filmszenen zu zeigen. Das Besondere daran: In diesen Szenen wird der Titel des jeweiligen Films genannt. Da muss man auch erst mal drauf kommen.
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Mrz
18
2011
»Und bitte!«
Seit einigen Wochen (eher Monaten) liegt ein Link in meinen Lesezeichen, den ich irgendwann mal da rechts unter »Empfehlungen« zum Besten geben wollte. Irgendwie muss ich den dann aber wohl vergessen haben. Jedenfalls findet sich am anderen Ende des Klicks diese Seite, deren Betreiber die Anfangssequenzen von Filmen sezieren – also die Passage, in der Buchstaben rein und wieder raus fliegen. Oder schweben. Oder rattern. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, die wichtigsten Daten zu einem Film bewegt unter das Volk zu bringen. Das Ganze ästhetisch und die Atmosphäre des Films vorweg nehmend hinzubekommen, ist eine Kunst für sich. »Art of the Title« bietet ein riesiges Sammelsurium dieser Kunst. Unter dem Strich ist es aber doch eher eine Seite für Schöngeister, Cineasten und natürlich Nerds. Seid also gewarnt. Erinnert habe ich mich an den Link in meinen Lesezeichen, weil mir heute ein Video untergekommen ist. Dort wird die Geschichte der Anfangssequenzen erzählt – mit Beispielen von den Anfängen der Filmindustrie bis heute. Viel Vergnügen.
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Dez
30
2009

© cpfilm
Nein, heutzutage würde ich keine pastellfarbenen Sweatshirts mehr tragen. In die stone-washed Jeans würde ich sie schon gar nicht stecken. Ein paar andere Sachen, die ich in den 80ern veranstaltet habe, mache ich über zwanzig Jahre später allerdings immer noch. »Ferris macht blau« gucken, zum Beispiel. »Pretty in Pink« auch. Und »Breakfast Club« sowieso. Beim Durchwühlen meiner Lesezeichen bin ich jetzt auf eine kleine Montage gestossen, die ich Euch auf keinen Fall vorenthalten möchte. Und weil es irgendwie passt, gibt es dahinter noch eine Zugabe. »Aktenzeichen xy… ungelöst« gucke ich zwar heutzutage nicht mehr, in den 80ern aber eben schon. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Dez
8
2009
… people and cars.

© Luagsh Kombinat
Ja, wir schauen alle drei gerne Filme. Besondere Vorlieben haben wir allerdings nicht. Mal darf es etwas Science-Fiction sein, mal eine Screwball-Komödie. Auch gefühlsduselige Streifen mit Tiefgang haben wir wohl schon im Dutzend gesehen. Und von Zeit zu Zeit haben wir dabei auch schon ein Tränchen verdrückt. (Es gab einmal eine Zeit, in der der Satz »Ich weine manchmal bei Filmen.« Frauenherzen dahin schmelzen ließ.) Den Hauptteil unserer Kinobesuche und Videoabende haben wir aber wohl mit Filmen aus dem Action-Genre verbracht. Mit heftigen Schießereien und rasanten Verfolgungsjagden. Kein Wunder also, dass uns die beiden Blogs, die wir da eben entdeckt haben, auf seltsame Art ansprechen. Deren Namen sind übrigens Programm. Lange Worte werden nicht gemacht. Einfach nur Fotos gezeigt. Von Leuten mit Wummen hier und von Autos mit mehr als dezentem Lackschaden dort. Eine Steilvorlage zum lustigen Filmeraten. Das ist doch etwas Feines für den nächsten Abend, an dem die Videothek des Vertrauens keinen anständigen Film zu bieten hat. (Bildquelle: Screenshot)
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Kein Kommentar
Aug
20
2009
Usain Bolt und Klaus Kinski in einem Artikel? Doch das geht.

© METAPLOT
Es gibt immer wieder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die durch eine gewisse Exaltiertheit das Publikum dazu zwingen, zu lieben oder zu hassen. Aktuelles Beispiel ist Usain Bolt, von Beruf Superduperschnellläufer, der seine karibische Gelassenheit noch nicht einmal für 9,58 Sekunden ablegen kann (is it the Ganja?). Die Reaktionen sind zwiegespalten. Während die berlinisch-jamaikanische Community abfeiert und sich derzeit nicht über mangelnden Zulauf beklagen kann, zeigen sich Sportjournalisten angesichts des aufreizend lockeren Austrudelns, mit dem Bolt seine Vorläufe zu beenden pflegt, not amused. Auch unter den Sprintkollegen, die sich kurz nach den Starts bereits vom Rücken des Jahrhundertläufers entzücken lassen dürfen, wird er nicht viele Freunde haben. Vor allem wegen der Showelemente, die er vor, während und nach dem Lauf einstreut. Faxen am Startblock, Grinsen während des Rennens und der berühmte Finishing Move nach dem Zieldurchlauf. Die gen Himmel gerichteten Arme haben es inzwischen zu Merchandiseberühmtheit gebracht und sind wohl einer der Gründe warum Mancher sagen wird: »Nee, der Typ geht mir auf die Nerven.« … weiter
Amien unter den nägeln | Kein Kommentar
Mai
6
2009
Hollywood!

© Tim Smit & Thibaut Niels
Eigentlich klingt diese Geschichte zu gut, um wirklich wahr zu sein. Tim Smit und Thibaut Niels, zwei junge Männer aus dem niederländischen Nijmegen, schauen gerne Filme. Irgendwann kommen die beiden auf die Idee, einfach einmal selbst einen Science Fiction Streifen zu drehen. Eine Handlung haben sie schnell vor Augen. Bevor sie aber mit einer langen Fassung loslegen, möchten sie in einem kurzen Testlauf ausprobieren, ob ihr Konzept funktioniert. Also rennen die beiden mit einer Kamera filmend durch ihre Heimatstadt. Danach bearbeitet Tim das Material an seinem Computer. Ein paar grundlegende Dinge über Spezialeffekte hat er sich angelesen, den Rest regelt er nach dem »Learning by doing«-Prinzip. Den fertigen Kurzfilm stellt er bei YouTube ein. Und dann überschlagen sich die Ereignisse. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar