Sep
13
2011

© danmachold
»Two turntables and a microphone.« Die wohl knappste, griffigste, was auch immerste Definition von Rap. Zwei Plattenspieler, besampelt und bescratcht vom Diskjockey und ein Mikrofon, gehalten und mit Texten besprochen vom Master of Ceremony. Diesen beiden eigentlich untrennbaren Eckpfeilern des Sprechgesangs mit rhythmischer Begleitung ist der neunte Doppelpack gewidmet. … weiter
Amien unter haltsam | Kein Kommentar
Apr
26
2010
Liebe auf den zweiten Blick

© flickr
Woran erkennt man, dass man älter wird? Unzählige Abhandlungen und Top-Ten-Listen beschäftigen sich mit dieser Frage, der ich nun eine weitere Antwort hinzufügen kann: Musikalische Heroen sterben. Und zwar keine spektakulären Rockstartode mit Schrotflinte oder Erbrochenem, sondern einfach so. Natürlich, profan.
Zu meinem 22. Geburtstag wurden mir zwei Eintrittskarten zu einem Konzert von Gang Starr geschenkt. Ich hatte trotz ausgeprägter Hip-Hop-Affinität noch nie von der Band gehört. Also ließ ich mir von meinem Bruder das damals aktuelle Album »Hard to Earn« schenken und bereitete mich akribisch vor. Ich weiß noch, dass mich die Platte nicht wirklich vom Stuhl gerissen hat und zwei Wochen vor dem Konzert die Tour abgesagt wurde. Als Ersatz gab es Karten für das PinkPop (mit Danzig, Slash´s Snakepit und den überragenden G Love and the Special Sauce) und Gang Starr beschäftigte mich nicht mehr. Beziehungsweise ich nahm an, dass sie mich nicht mehr beschäftigten. … weiter
Amien unter den nägeln | 2 Kommentare
Jun
1
2009
Tschö mit ö.

© unbekannt
Junge, da liegt vielleicht eine Woche hinter mir. Von einem Abschied bin ich in den nächsten geraten. Kaum waren die Augen trocken, hatte ich auch schon wieder Pipi drin. Innerhalb weniger Tage haben gleich zwei langjährige Weggefährten ihren Hut genommen. Beide hatten es schon vor Längerem angekündigt. Und trotzdem habe ich beide Male schwer schlucken müssen. Jede Menge gute Erinnerungen sind hochgekommen. Aber eben auch der Gedanke, dass da jetzt keine neuen mehr dazukommen werden. Hiermit möchte ich beiden einfach nur noch einmal »Tschüss« sagen. Und »Danke«. … weiter
Christoph unter den nägeln | Ein Kommentar
Jan
8
2009
Ron Asheton (1948-2009)

© Lucas Lima
Sicherlich hätte man dieses Bild für einen Nachruf nehmen können, dieses oder auch dieses. Die Wahl ist aber auf das hier links gefallen. Denn nur zu deutlich zeigt es, wie Ron Asheton die größten Momente seiner Musikerkarriere verbracht hat: im Schatten von Iggy Pop. Aus freien Stücken überließ er den Großteil der Aufmerksamkeit dem ungekrönten König der Autodestruktion. Während der Derwisch vorne mit sich, dem Mikrofon und dem Rest der Welt kämpfte, blieb der Stoiker an der Gitarre stets im Hintergrund, spielte mit schroffen, aufwühlenden Verzerrerklängen den Soundtrack zum Popschen Veitstanz. In seinen einfachen, aber eindringlichen Riffs und Iggy’s alles ablehnenden Texten nahmen er und die »Stooges« schon Ende der 60er Jahre all das vorweg, was fast eine Dekade später als »Punk« zu einer Jugendbewegung werden sollte. Zorn, Aggression, Auflehnung, alles in Musik gegossen und auf Vinyl gepresst. »Raw Power« war nicht zufällig der Titel ihres dritten Albums. … weiter
Christoph unter den nägeln | Kein Kommentar