Jan
23
2012
Innenansichten aus Burgwedel

© Screenshot
METAPLOT ist empört. Seit Wochen steht unser aller Bundespräsident im Kreuzfeuer der medialen und oppositionellen Kritik. Da werden Gefälligkeiten, die von tief empfundener Freundschaft zeugen, zu Korruptions-Verschwörungstheorien zusammengepuzzelt, Antworten auf Parlamentsanfragen, die man mit ein wenig positiver Grundstimmung als schlawinert bezeichnen könnte, als unehrlich verdammt und ein hartes und ehrliches Wort an Herrn Diekmann als Angriff auf die Pressefreiheit dramatisiert. … weiter
Amien unter wandert | Ein Kommentar
Jun
2
2011
Wir müssen über Heather De Lisle reden

© Graye
Sowohl zur Tötung Osama Bin Ladens (OBL) als auch der Verhaftung Dominique Strauss-Kahns (DSK) kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien.
OBL sei gar nicht, oder schon längst tot. Die US-Regierung bewahre seinen Leichnam seit Jahren tiefgekühlt auf, um ihn bei Bedarf politisch zu instrumentalisieren.
Der französische Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds hingegen sei einer Sexfalle zum Opfer gefallen, die ihm wahlweise Sarkozy, die Amerikaner oder die Führung der französischen Sozialisten gestellt haben.
Die zentrale Frage, die diesen und allen anderen Verschwörungstheorien zugrunde liegt, ist die nach dem Nutznießer einer bestimmten Sache. »Cui bono?« (lat.: »Wem zum Vorteil?«) fragte Cicero im Jahr 80 v.Chr. und auch noch heute ist sie bei allerlei nicht nur politischen Geschehnissen die am häufigsten gestellte Frage.
METAPLOT nutzt sie, um eine exklusive Verschwörungstheorie aufzustellen, die DSK und OBL sinnhaft miteinander verbindet. … weiter
Amien unter den nägeln | Ein Kommentar
Mrz
16
2011
und sagt uns wie schlimm das ist
Für Menschen, die nach Erdbeben und Tsunami in Japan emotional immer noch unentschlossen waren, bot das Heute-Journal am 12. März einen wegweisenden Service. Die Redakteure erkannten, dass der Zuschauer nach nüchternen Informationen über Tektonik, pazifische Feuerringe und AKW, eine emotionale Einordnungshilfe benötigt. Deshalb schloss das Magazin mit einer filmischen Collage, in der die »bewegendsten Bilder« zusammengefasst und – um sicher zu gehen, dass der Zuschauer auch bewegt ist – mit Musik untermalt wurden. »Teardrop« von »Massive Attack«(!). Um zu verdeutlichen, dass die drohende Atomkatastrophe im Mittelpunkt der Sorge stehen sollte, explodierte der Reaktor in Fukushima zu Beginn und zum Ende des Clips – aus ästhetischen Gründen im Takt der Musik. … weiter
Amien unter irdisch | Ein Kommentar
Dez
23
2010
…looking at things.

© kj-ilat.tumblr.com
Es gibt eine Menge Schwachsinn, den man im Internet anstellen kann. An jeder Ecke findet sich eine Kleinigkeit, mit der man die Zeit totschlagen kann. Ganz besonders praktisch ist das, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat, um diese totzuschlagen. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Vielmehr wollen wir nur eine dieser Kleinigkeiten ins Rampenlicht unserer Blogroll schieben. In diesem Blog finden sich nur Bilder von Kim Jong-Il. Nicht irgendwelche Bilder. Fotos vom nordkoreanischen Oberheadbanger beim Betrachten diversester Dinge. Und damit jeder sofort weiß, was er auf der Seite finden kann, haben die Betreiber ihr einen sehr bezeichnenden Titel gegeben: »Kim Jong-Il looking at things«. Zeit raubender Schwachsinn kann so einfach sein. Und so viel Spaß machen. Schuld an allem ist diesmal übrigens Stephan. Der hat uns den Quatsch erst gezeigt.
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge | Ein Kommentar
Okt
7
2010
…unter die Gürtellinie
Benefizspiele zwischen Politikerteams sind mit das Ödeste, was man in Bezug auf Fußball geboten bekommen kann. Um des lieben Friedens Willen enden die Partien unentschieden, nur die wenigsten Staatsdiener sind in der Lage, ansehnlich mit dem Ball umzugehen, und wehtun möchte sich schon gar niemand. Dass so etwas auch ganz anders aussehen kann, zeigt ein Blick nach Südamerika. In Boliviens Hauptstadt La Paz ist es neulich in doppelter Hinsicht zu einem Politiker-Kick gekommen. Im Spiel seines Teams gegen das des Bürgermeisters hat Staatspräsident Evo Morales, stilecht mit Kapitänsbinde und Rückennummer 10 ausgestattet, leicht die Nerven verloren. Anders als die Kamera hat der Schiedsrichter das Vergehen allerdings nicht gesehen. Der Sünder blieb auf dem Feld und erzielte kurz vor Schluss den letzten Treffer der Partie. Zum 4:4. Unentschieden. Um des lieben Friedens Willen, wahrscheinlich.
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Sep
13
2010
Wir wollen schließlich auch ein Stück vom medialen Kuchen
Jedem, der sich mit Sprache beschäftigt, ist schon einmal der eine oder andere niedliche Vertipper über den Weg gelaufen. Da wird im Artikel über den ÖPNV aus den Bussen, die von vielen Fahrgästen bestiegen werden, ganz flott der Busen. Oder der Trittleiter fehlt plötzlich ein L und alle halten nach Pusteln Ausschau, die sich während des Gehens schlagartig entleeren.
Neben diesen Tippfehlern, sorgen bei mir die Rechtschreibehilfen der Textverarbeitungsprogramme immer wieder für großes Amüsement. Man hat einen Text geschrieben, ein oder zwei Mal Korrektur gelesen und lässt als letzte Instanz die Rechtschreibeprüfung über den Text laufen. Neben berechtigter Kritik moniert die Maschine aber mitunter Begriffe, die vollkommen korrekt sind und schlägt dann Alternativen vor, die manchmal unsinnig, manchmal lustig, manchmal aber auch äußerst tiefsinnig sind. Viel zu viele dieser Beispiele habe ich kurz registriert und nach einem Schmunzeln wieder vergessen. Deshalb hier nur zwei davon. … weiter
Amien unter bewusst | Kein Kommentar
Nov
14
2009
Diplomatie? Fußball!

© metaplot
Bill O’Leary ist bestimmt ein netter Kerl. Schon von Berufs wegen. Für einen Diplomaten wie ihn gehört Freundlichkeit zum Tagwerk. Aber Bill O’Leary ist auch Ire. Und ganz offensichtlich ein Fußballfan. Daher hat er es sich nicht nehmen lassen, den französischen Staatspräsidenten in einem, seit Ende Oktober andauernden, Briefwechsel nachhaltig zu verhohnepiepeln. Schließlich spielt die Nationalmannschaft der Republik Irland am heutigen Abend mit Frankreich einen der letzten freien Plätze für die Fußball-WM 2010 aus. Am Ende hat er es so weit getrieben, dass Nicolas Sarkozy das Spiel daheim vor dem Fernseher und eben nicht im Croke Park zu Dublin verfolgen wird. Der Mann am anderen Ende der Post, Jacques du Maurier, will sich zudem an höchster Stelle über den störrischen Kollegen beschweren. Allerdings scheint diese Drohung Bill O’Leary relativ wenig zu kratzen. Solange die »Boys in Green« nur das Ticket nach Südafrika lösen. Nachlesen kann man seine launigen Schreiben und die zunehmend fassungslosen Antworten hier. Ob das alles so stimmt, war bisher leider nicht festzustellen. Lustig ist es allemal. Und immerhin nennt sich die Quelle »Irish Soccer Insider«.
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Nov
10
2009
Kleiner Mann ganz groß.

© Facebook/Nicolas Sarkozy
Ach, was für eine Aufregung! Pünktlich zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls hat Frankreichs Präsident in der privaten Fotokiste gekramt. Und dabei ein ganz besonderes Schätzchen ans Licht geholt. Stolz berichtete Nicolas Sarkozy am Wochenende, an jenem geschichtsträchtigen Tag vor Ort gewesen zu sein. Einer Ahnung folgend, sei er mit einem Parteifreund am 9. November 1989 nach Berlin gereist. Sogar für ein paar Hammerschläge am Checkpoint Charlie habe es seinerzeit gereicht. Inzwischen melden einige seiner Landsleute allerdings Zweifel an der Richtigkeit der Darstellung an. Das Datum könne so auf gar keinen Fall stimmen. Bis zur endgültigen Klärung dieser Frage wollen wir hier der Version von »Monsieur le President« uneingeschränkt Glauben schenken. Geschichte wird nun einmal gemacht, wo Menschen wie er zugegen sind. Oder umgekehrt. … weiter
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Sep
25
2009
Von wegen Politikverdrossenheit

© Metaplot
Superwahljahr die keine Ahnung wievielte. Europawahlplakate ab, Provinzplakate dran, dann wieder ab und dafür die Bundesgrinsekatzen aufgehängt. Musste ich früher immer noch einmal nachschauen, wo dieses Wahllokal genau lag, lege ich den etwa 400 Meter langen Weg inzwischen schlafwandlerisch sicher zurück. Auch die Wahlhelfer werden mit Handschlag begrüßt, bevor ich mich auf den viel zu kleinen Stuhl an den viel zu kleinen Tisch in dieser Grundschule hocke (Wenn das nichts über unser Demokratieverständnis aussagt: Die Kindergärtnerinnen streiken und erhalten nun orthopädisch einwandfreies Mobiliar, der Souverän aber darf sich weiterhin den Rücken kaputt machen). Schnell mache ich meine Kreuze da, wo ich sie beim letzten Mal auch gemacht habe. Vermutlich wird das Jahr 2009 im Wahlrückblick eines Jeden immer mehr verschwimmen. Wer ist noch mal Bürgermeister von Europa geworden? Hat Baroso den Kommissarposten bei der Polizei bekommen? Und WTF ist überhaupt diese Städteregion? … weiter
Amien unter haltsam | 4 Kommentare
Jun
9
2009
METAPLOT auf politologischer Pirsch

© PBC
Das is´ ja total clever. Einen Artikel zur Europawahl zwei Tage nach dem Urnengang, der schon vorher niemanden wirklich interessierte. Bin halt vorher nicht dazu gekommen und außerdem soll´s hier auch nicht um jubilierende Silvanas und knötternde Martins gehen, sondern um die Gutelaunemacher eines jeden Wahlgangs, die Sonstigen. Klar auch bei denen gibt es böse und unangenehme Gesellen, aber im Allgemeinen sind sie ganz possierliche kleine Kerlchen, denen viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Ich finde es schön, dass viele Splittergruppen in der Lage sind, sich parteilich zu organisieren und sich auch von miserablen Ergebnissen nicht entmutigen lassen. … weiter
Amien unter haltsam | 4 Kommentare