Vor geraumer Zeit haben wir (unter anderem) hier mal ein paar Filmchen herumgezeigt, die (a) in der Stop-Motion-Technik aufgenommen worden waren und uns (b) ganz besonders gut gefallen haben. Der gleich folgende Anderthalbminüter passt ganz gut in diese Reihe. Und weil es dazu nicht mehr zu erzählen gibt, lasse ich es auch bleiben.
Als Sänger und Gitarrist von The Clash hat Joe Strummer viel dazu beigetragen, dass ich heute die Musik höre, die ich höre. Immer noch ist das selbstbetitelte erste Album einer der ständigen Gäste auf meinem Plattenteller. Im Jahr 2007 hat Julien Temple mit »The Future is unwritten« eine höchst unterhaltsame, informative und einfach schöne Doku über den Mann gedreht, der eigentlich John Graham Mellor hieß. Wie ich gerade bei »Testspiel.de« gesehen habe, kann man den kompletten Film aktuell im Internet finden und anschauen. Das Finden habe ich Euch somit schon einmal abgenommen. Anschauen müsst Ihr jetzt aber selbst. »I’d like you to write Punk Rock Warlord. With Warlord being one word.« (Bildquelle: Wikipedia)
»Two turntables and a microphone.« Die wohl knappste, griffigste, was auch immerste Definition von Rap. Zwei Plattenspieler, besampelt und bescratcht vom Diskjockey und ein Mikrofon, gehalten und mit Texten besprochen vom Master of Ceremony. Diesen beiden eigentlich untrennbaren Eckpfeilern des Sprechgesangs mit rhythmischer Begleitung ist der neunte Doppelpack gewidmet. … weiter
Was zum Rätseln. Zum Mitmachen. Und zum Malen. Das sind gleich drei Dinge auf einmal, die jetzt und hier auf Euch warten. Zu Beginn muss ich aber noch kurz die Geschichte von Jochen und Dirk loswerden.
Weil Jochen Musik mag und ein Händchen für das richtige Lied zur richtigen Zeit hat, legt er von Zeit zu Zeit in Aachener Clubs auf. (beispielsweise morgen bei der »Sportsman Bar« im Aoxomoxoa) Auch Dirk mag Musik. Und wenn der Jochen irgendwo auflegt, kann man ziemlich sicher sein, den Dirk dort anzutreffen. Immer wieder kommt es dann zu Momenten, in denen sich der Dirk beim Jochen gerne ein Lied wünschen möchte. Aber in den Läden ist es immer furchtbar laut, was in Sachen Kommunikation schon einmal ein Problem darstellen kann. Während sich die meisten Leute weit über den Tresen beugen und ihre Wünsche ins Ohr des DJs brüllen oder diese auf einen Zettel schreiben, haben Jochen und Dirk eine ganz andere Art der Unterhaltung für sich entdeckt. Dirk malt die Titel seiner Wunschsongs auf einen Zettel. Jochen errät diese dann und legt die Lieder auf. So schön kann nonverbale Kommunikation sein.
Jetzt sind wir hier in der glücklichen Situation, dass uns die beiden zwei dieser Kunstwerke zur Verfügung gestellt haben. Vielen lieben Dank dafür. (Das Verschwommene auf den Zetteln stammt von uns. Wir wollten nicht in den Verdacht geraten, Werbung für irgendwelche Brauereien zu machen.) Womit wir bei den drei Dingen vom Anfang dieses Artikels wären: Erst einmal dürft Ihr locker flockig drauflosraten, welche Lieder sich Dirk da wohl gewünscht hat. Zum anderen seid Ihr herzlich eingeladen, selber Songtitel zu malen und diese dann hier zu veröffentlichen. Und schon gehts los:
Update 21.9.: Okay, ich löse dann mal auf. Es sind einige sehr passende Tipps hier eingegangen. Dirk hätte sich seinerzeit sicherlich nicht beschweren dürfen, hätte Jochen »This is not a love song« oder »Don’t go breaking my heart« gespielt. Gewünscht hat er sich mit dem Bild aber dieses Lied:
Wahrscheinlich muss man Josh Ottum nicht unbedingt kennen. Ich habe ihn vor etwa fünf Jahren einmal zufällig in Aachen live gesehen. Seinerzeit war er mit seinem ersten Album auf Tour und ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, weil er seine Begleitband vom iPod einspielte. Okay, die Musik hat mir auch gefallen, sonst hätte ich damals wohl kaum die Platte gekauft. Im Moment ist er mit deren Nachfolger unterwegs. Und im Rahmen dieser Tour kam er auch nach Köln, in die dortige »Wohngemeinschaft«. Oder eher: vor die »Wohngemeinschaft«. Denn anders als geplant fand das Konzert auf dem Bürgersteig statt. Ob es am überraschend tollen Wetter dieses »Dann doch noch Sommer«-Abends lag, weiß ich nicht. Jedenfalls hatte Josh Ottum sein Equipment draußen aufgebaut. Diesmal spielte er ohne iPod-Begleitband. Aber seine Lieder funktionieren auch in derlei abgespeckten Ein-Mann-Versionen. Zumindest bei mir. Sonst hätte ich die neue Platte wohl kaum gekauft.
Einen Song vom ersten Album habe ich auch noch mitgenommen. Hier ist das gute Stück:
Die Älteren unter Euch werden sich sicher noch an die Zeiten erinnern, als Computer noch wie Butterbrotdosen aussahen – mit einer Leistungsfähigkeit, mit der sich heutzutage kein Smartphone vor die Tür wagen würde. Um sich daran zu erinnern, dass ich trotz dieses scheinbaren Makels Spaß mit diesen Kisten hatte, muss man hingegen nicht ganz so alt sein. Das habe ich ja neulich erst erzählt. Als 8bit-Genießer geoutet, brauche ich gar nicht mehr lange ausholen. Hier kommen zwei Videos, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind und auf Anhieb gefallen haben. Das erste der beiden hat Malte bei Facebook rumgezeigt. Danke dafür. Und los.
Die meisten dürften die Geschichte schon mitbekommen haben. Deshalb nur kurz, damit alle auf dem selben Stand sind. Im Januar veröffentlichte das Magazin Mainstreet eine Top-Ten der US-amerikanischen Städte mit dem größten Bevölkerungsverlust der vergangenen Dekade. … weiter
Erinnert sich jemand an den grandiosen Trailer zum letzten David Fincher »Social Network«? Piano-Einsatz, Pixel formieren sich langsam zum Bild einer jungen Frau mit Totenkopftattoo. Dann drei Twens, die an einem Auto lehnen. Partybilder. Der Button »Add a friend« erscheint. Nun dürfte sich dem letzten Zuschauer die Facebook-Association erschlossen haben. Dazu diese großartige Version von »Creep«. »I want a perfect body. I want a perfect soul«, singt ein Mädchenchor während Statusmeldungen auf den Bildschirm getippt werden. Der Clip entfaltet einen Sog, dem sich zu Entziehen schwerfällt. »Wow«, dachte ich beim ersten Sehen im Kino, »da hat Facebook einen verdammt guten und vermutlich preiswerten Clip rausgehauen.« Bis nach etwa einer Minute klar wird, dass es sich um einen Filmtrailer handelt. Eben für diesen »Facebook-Film«, der vom Creep Mark Zuckerberg handelt. Obgleich der Trailer die Vermutung nahelegt, dass es um den Creep in uns allen geht, der nach Aufmerksamkeit heischt. »I want you to notice«. … weiter
Gerade erst neulich habe ich hier eine Doku verlinkt, die sich mit dem späten Punk und der frühen Zeit danach befasste. Jetzt habe ich ein weiteres Werk zu dem Thema entdeckt – im Gegensatz zum 1980 gedrehten Film aber aus der heutigen Sicht. Und mit der Weisheit von 30 Jahren dazwischen bietet diese Doku eine prima Ergänzung zu der anderen. Rohe Schilderung aus dem Mittendrin da – Rückblick, Bewertung und O-Töne von gealterten Protagonisten hier. Zudem nimmt dieser erste Teil der arte-Reihe »Welcome to the 80’s« (Weitere Teile finden sich im YouTube Kanal von coxe68.) auch den deutschen Zweig des Postpunk unter die Lupe – Ausverkauf via Hitparade, inklusive. Um es mit den Specials zu sagen: »Enjoy yourself, it’s later than you think.«
»Alte Dokus sind in vielerlei Hinsicht faszinierend«, sagte meine Freundin neulich beim Anblick der New Yorker Slumgärten. »Man bekommt so viele Eindrücke von den damals aktuellen kulturellen Gegebenheiten. Nicht nur durch das, was gezeigt wird, sondern auch durch die Art, wie es gezeigt wird.« Wie so oft brachte mich das an den berühmten »Mmh, da habe ich so noch gar nicht drüber nachgedacht«-Punkt. Inzwischen habe ich das nachgeholt. Sie hat Recht.
Hier kommt dann auch direkt die nächste alte Doku. Walter Bülds hat »Punk in England« im Jahr 1980 gedreht. Gespickt mit etlichen Livebildern von Clash, Jam, Specials, Ian Dury, … erzählt der Film, wie es mit dem Punk nach der ersten Welle weiterging. Vom Ankommen im Mainstream, von der Entwicklung hin zum Post-Punk und der Verschmelzung mit Mod oder Ska. Alles in allem ein Stündchen, das sich lohnt. Vielen Dank fürs Zeigen an das Kraftfuttermischwerk. Film ab!