Gerade erst neulich habe ich hier eine Doku verlinkt, die sich mit dem späten Punk und der frühen Zeit danach befasste. Jetzt habe ich ein weiteres Werk zu dem Thema entdeckt – im Gegensatz zum 1980 gedrehten Film aber aus der heutigen Sicht. Und mit der Weisheit von 30 Jahren dazwischen bietet diese Doku eine prima Ergänzung zu der anderen. Rohe Schilderung aus dem Mittendrin da – Rückblick, Bewertung und O-Töne von gealterten Protagonisten hier. Zudem nimmt dieser erste Teil der arte-Reihe »Welcome to the 80’s« (Weitere Teile finden sich im YouTube Kanal von coxe68.) auch den deutschen Zweig des Postpunk unter die Lupe – Ausverkauf via Hitparade, inklusive. Um es mit den Specials zu sagen: »Enjoy yourself, it’s later than you think.«
»Alte Dokus sind in vielerlei Hinsicht faszinierend«, sagte meine Freundin neulich beim Anblick der New Yorker Slumgärten. »Man bekommt so viele Eindrücke von den damals aktuellen kulturellen Gegebenheiten. Nicht nur durch das, was gezeigt wird, sondern auch durch die Art, wie es gezeigt wird.« Wie so oft brachte mich das an den berühmten »Mmh, da habe ich so noch gar nicht drüber nachgedacht«-Punkt. Inzwischen habe ich das nachgeholt. Sie hat Recht.
Hier kommt dann auch direkt die nächste alte Doku. Walter Bülds hat »Punk in England« im Jahr 1980 gedreht. Gespickt mit etlichen Livebildern von Clash, Jam, Specials, Ian Dury, … erzählt der Film, wie es mit dem Punk nach der ersten Welle weiterging. Vom Ankommen im Mainstream, von der Entwicklung hin zum Post-Punk und der Verschmelzung mit Mod oder Ska. Alles in allem ein Stündchen, das sich lohnt. Vielen Dank fürs Zeigen an das Kraftfuttermischwerk. Film ab!
Eigentlich hatte ich ja vor, es hier demnächst Amien gleich zu tun und auch ein paar meiner Lieblingslieder vorzustellen. Weil deren neue Platte in diesen Tagen herauskommt, hätte ich beispielsweise übers Wochenende von einem Stück der New Yorker Band »The pains of being pure at heart« erzählt. Nun ist es aber so, dass ich heute bei den White Tapes ein Video entdeckt habe, auf dem die »Pains« (Nennen Kenner der Szene die so? Bei Beschwerden ändere ich das gerne.) ein ganzes Konzert spielen. Ich selbst bin im vergangenen Herbst in Köln in den Genuss gekommen. Im Frühling passt die Musik nach meiner Auffassung sogar noch besser. Darum kommt hier der Mitschnitt aus irgendwo in Frankreich. Und mit den Lieblingssongs fange ich eben ein andermal an. Das Lied, das ich ansonsten präsentiert hätte, ist übrigens das, das sie als Zweites spielen: »Come Saturday«. Nur der Vollständigkeit halber.
Habt Ihr Euch auch schon gefragt, warum in Filmen manche Dinge einfach geschehen? Völlig ohne Grund? Dann hört doch einfach mal dem Mann in diesem Clip zu.
Das ist übrigens der Prolog zu einem Kurzfilm namens »Rubber«. Gesehen habe ich den noch nicht, aber das wird sich demnächst hoffentlich ändern. Warum? No reason!
Gerade noch einen Zusammenschnitt diverser Anfangssequenzen von Filmen präsentiert, lege ich jetzt direkt mal nach. Und im Thema bleibe ich dabei auch. In den beiden Filmchen weiter unten sind auch diverse Kinostreifen zusammengebastelt worden. Allerdings sind die Schnittkünstler dabei etwas anderen Motiven gefolgt. So läuft der erste Film unter dem Oberbegriff »In die Fresse«. Ein junger Mann namens Jeff Smith hat jede Menge Ohrfeigen in der Filmgeschichte gefunden, diese ausgegraben und hintereinander gefügt. Das Ergebnis sieht so aus:
Honsco wiederum braucht nur zwei Minuten, um 80 Filmszenen zu zeigen. Das Besondere daran: In diesen Szenen wird der Titel des jeweiligen Films genannt. Da muss man auch erst mal drauf kommen.
Seit einigen Wochen (eher Monaten) liegt ein Link in meinen Lesezeichen, den ich irgendwann mal da rechts unter »Empfehlungen« zum Besten geben wollte. Irgendwie muss ich den dann aber wohl vergessen haben. Jedenfalls findet sich am anderen Ende des Klicks diese Seite, deren Betreiber die Anfangssequenzen von Filmen sezieren – also die Passage, in der Buchstaben rein und wieder raus fliegen. Oder schweben. Oder rattern. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, die wichtigsten Daten zu einem Film bewegt unter das Volk zu bringen. Das Ganze ästhetisch und die Atmosphäre des Films vorweg nehmend hinzubekommen, ist eine Kunst für sich. »Art of the Title« bietet ein riesiges Sammelsurium dieser Kunst. Unter dem Strich ist es aber doch eher eine Seite für Schöngeister, Cineasten und natürlich Nerds. Seid also gewarnt. Erinnert habe ich mich an den Link in meinen Lesezeichen, weil mir heute ein Video untergekommen ist. Dort wird die Geschichte der Anfangssequenzen erzählt – mit Beispielen von den Anfängen der Filmindustrie bis heute. Viel Vergnügen.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich habe früher einmal Gitarre gespielt, tue das heute manchmal immer noch und ein Wah-Wah hatte ich auch. Soweit ich mich entsinne war das ein Geburtstagsgeschenk von (unter anderem) den restlichen METAPLOT-Zweidritteln. Vor ein paar Jahren ist das dann kaputt gegangen. Keine Ahnung, woran es liegt. Man kann das Pedal immer noch rauf und runter treten, nur »Wocka-Chicka« macht es nicht mehr. Wer möchte, kann mir ja ein neues schenken. Und bis sich ein edler Spender findet, gucken wir alle zusammen diese Doku, die ich bei René entdeckt habe. Jede Menge Wah-Wah und noch mehr Leute, die es treten und darüber sprechen. Viel Spaß.
»Stimmt, jetzt sind die Scheiße. Aber die alten Sachen sind wirklich super.« Unzählige Male habe ich diesen Satz gehört. Vorzugsweise von Skorpions- und Genesisfans, die sich so für »Wind of Change« oder »I can´t dance« zu entschuldigen versuchten. Als junger Musik-Aficionado hatte ich dafür allenfalls ein mitleidiges Lächeln übrig und hörte mir diesen Mist auf keinen Fall an.
Die Zeit schreitet voran, und so ist es nun an mir zu sagen: »Stimmt, jetzt sind die ›Foo Fighters‹ Scheiße. Aber die alten Sachen sind wirklich super.« Nur ein halbes Jahr nach dem Tod seines ehemaligen Bandleaders Kurt Cobain, hatte Dave Grohl im Oktober 1994 das selbstbetitelte Debüt in Eigenregie aufgenommen. Ein Album, das man von einem ehemaligen Nirvanamitglied nicht erwartet hatte. Charmante, mitunter etwas belanglose Melodien, die ohne Wut und Weltschmerz vorgetragen wurden. … weiter
»Herrje, jetzt kommt der schon wieder mit so einem angestaubten Plattencover um die Ecke.« Stimmt. Im Moment laufen mir eben dauernd irgendwelche Fakten zu alten Lieblingsalben über den Weg. Diesmal geht es also um die »Siamese Dream« von den Smashing Pumpkins. Aber im Gegensatz zu neulich hat das Ganze nichts mit Mord und Totschlag zu tun. Vielmehr ist es eine neue Variante des bekannten »Man sieht sich immer zweimal im Leben«.
1993 erschienen, ist »Siamese Dream« in meinen Ohren immer noch die beste Platte der Smashing Pumpkins. Billy Corgan wird das wahrscheinlich nicht gerne hören, aber nie wieder hat mich ein Werk seiner Band so sehr gefesselt wie eben diese Scheibe. Bis heute höre ich sie am liebsten in einem Rutsch durch, ohne auch nur mit dem Gedanken zu spielen, ein Lied zu überschlagen. Das Cover hat mich dabei eigentlich nie sonderlich interessiert. Es sind zwei Kinder drauf und fertig. Irgendwann haben mich auch die Smashing Pumpkins nicht mehr sonderlich interessiert. Das Letzte, was ich noch zur Kenntnis nahm, war, dass sie sich aufgelöst und dann in Teilen wiedervereinigt hatten. Und dass bei dieser Wiedervereinigung die Bassistin D’arcy Wretzky nicht mehr dabei war. Danach trennten sich unsere Wege ziemlich endgültig. … weiter
Vor vielen, vielen Jahren gab es eine Zeit, in der wir drei von METAPLOT auch einmal Musik gemacht haben. Amien und ich an den Gitarren, Tom hat gesungen und das Ganze (plus Bassist Thomas und Schlagzeuger Robert) nannte sich »Rauschfilter«. Mitte der 90er war das. Vielleicht wird hier irgendwann einmal ein Anekdötchenfeuerwerk aus dieser Zeit abgebrannt. Erst einmal möchte ich aber auf das hinaus, was nach »Rauschfilter« kam. Während ich nach wie vor die Gitarre umhängen hatte, war Tom an die Trommeln gerückt. Immer-noch-Bassist Thomas und Gitarrist/Sänger Christian komplettierten »The Wiggum Idaho«. Ein lässig klingender Name, dem wir sogar eine gewisse Bedeutung zugeschrieben haben. Und die ging so: In einer Folge der Simpsons mussten sich die Schulkinder von Springfield als US-Bundesstaaten verkleiden. Der Sonderpreis für die Kinder, deren Eltern offensichtlich nicht mitgeholfen hatten, ging an Lisa und eben Ralph Wiggum, der sich lediglich ein Schild mit der Aufschrift »Idaho« um den Hals gehängt hatte. Sein Satz »I’m Idaho.« (In Ermangelung der englischen Fassung da oben in – ja in welcher Sprache eigentlich? – zu sehen.) wurde uns zur Maxime. Der Bandname war ein Eingeständnis an das eigene Unperfektsein. So sahen wir uns und unser musikalisches Schaffen schließlich. Mit der Weisheit des Alters möchte ich diese Erklärung im Nachhinein als kokettierenden Bullshit abtun. Ein cooler Name ist »The Wiggum Idaho« trotzdem irgendwie. Oder? … weiter