Jun 10 2010

Tresorbau?

Was euch zu uns führt

© metaplot

Wir alle sind Suchende. Schlüssel, Geldbörse, rosa Fahrrad: Ständig fehlt irgendetwas. Leider können wir beim Finden nicht immer auf analoge Hilfsmittel wie Zettel, Tape und Baum zurückgreifen. Im Leben 1.0 nicht. Im Internet erst recht nicht. Wobei wir im World Wide Web ja eigentlich auch gar nicht suchen. Da googeln wir. Ob alle Surfer dabei wirklich das serviert bekommen, was sie gewollt haben, wage ich zu bezweifeln. Zumal ich mich in der komfortablen Position befinde, die Begriffe zu sehen, die unsere Besucher nach hier führt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass manch einer auch nach dem Anklicken von METAPLOT ein Suchender geblieben ist. Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, die absurdesten Googleien zu sammeln. Als erstes Zwischenfazit möchte ich euch hiermit die bisherigen Highlights präsentieren. … weiter

Christoph unter haltsam | 2 Kommentare


Dez 6 2009

Abitour

Das war unseres. Geht besser, geht aber auch schlechter.

Die Gefahr des Scheiterns war und ist sehr groß. Im Allgemeinen sowieso, aber auch im Speziellen, das heißt bei eben diesem Text, den ich gerade schreibe und den gerade jemand liest (erst mal wird gelesen. Fotos gibt es noch genug). Das liegt am von mir gewählten Sujet. Es geht nämlich um Abimottos.

Just nach dem der Heranwachsende die erste echte Klippe des Versagens umschifft hat, verspürt er den Wunsch, dies der ganzen Welt mitzuteilen. Und zwar am besten in Form eines Aufklebers auf seinem Golf VI, den seine Eltern ihm vermutlich nur deshalb geschenkt haben, weil sich ein Abi-Button auf einem Fahrrad so unheimlich schlecht macht. Und hier hat sich, wie im Abigewerbe überhaupt, in den letzen Jahren einiges getan. … weiter

Amien unter wegs | Kein Kommentar


Apr 3 2009

Bewerbung 2.0

Diese 2.0-Endung tut´s fast überall.

YouTube Preview ImageDie schönsten Geschichten schreibt das Leben heißt es. Genau, und das Internet sorgt dafür, dass man diese Geschichten auch wahrnimmt. Immer wieder schafft es das eine oder andere nette oder skurrile Andekdötchen aus verrauchten Blogspelunken und zwielichtigen Forenhinterzimmern an das helle Licht des Internetmainstreams und darf seine Ründchen bei Spiegel-Online oder in FW-Mails drehen. Dass die Verbreitung einer solchen Story ihren Tipping Point erreicht hat, erkennt man meist daran, dass man innerhalb einer bestimmten Zeitspanne von verschiedenen Personen eine Mail mit dem entsprechenden Link und dem Betreff »Müsst ihr sehen« oder »Ihr lacht euch schlapp« erhält. Und eine Woche später wird die nächste virale Clip-Sau durchs virtuelle Dorf gejagt (siehe oben). … weiter

Amien unter bewusst | Kein Kommentar


Mrz 30 2009

Nummer Sicher

London’s Blockwart-Hotline

Metropolitan Police

© Metropolitan Police

Sex sells. Fear sells better. (»Kauft antibakterielles Waschmittel! Diese fiesen, kleinen Viecher sind wirklich überall.«) Das Beste an der Angst aber ist, dass sie so herrlich gefügig macht. Im Angesicht drohender, terroristischer Angriffe mucken nur die wenigsten Bürger gegen das scheibchenweise Beschneiden ihrer Rechte auf. Wer nichts zu verbergen hat, kann sich doch auch nach allen Regeln der Kunst durchleuchten lassen. Orwell’s großer Bruder lässt schön grüßen. Wir hier in Deutschland sind diesbezüglich zwar auf einem guten Weg, hinken aber immer noch ein wenig hinter dem einen oder anderen europäischen Nachbarn her. Vor allem hinter den Engländern. … weiter

Christoph unter irdisch | Ein Kommentar


Mrz 22 2009

Kulturpessimismus light

Dosenschuss und Parallelstil

»Das gab es früher alles gar nicht. Bei uns da war das noch ganz anders. Das könnt ihr euch heute überhaupt nicht mehr vorstellen.« Solche oder ähnliche Sätze haben Generationen von Kindern und Jugendlichen von ihren Eltern gehört. Spätestens mit Mitte Zwanzig geht die Saat auf und auch der ewige Adoleszent beginnt die nachfolgende Generation mit wohlwollendem Paternalismus zu betrachten, zu dem immer auch eine Prise Kulturpessimismus gehört.

YouTube Preview ImageBesonders in Zeiten von Internet, Computerspiel und E-Book kann sich kaum jemand  aus der Ü-30-Fraktion davon frei machen, schon mal diverse Horrorszenarien an die Wand gemalt zu haben. Da ist von Horden pickliger und adipöser Egoshootern die Rede, die in den Kinderzimmern der Nation heranwachsen und die sich im besten Fall zu Autisten, im schlechtesten zu Amokläufern entwickeln (hoffentlich spielt der nächste Columbine-Nachahmer nur Tetris und Solitaire, damit diese Alibidebatten aufhören). … weiter

Amien unter bewusst | 2 Kommentare


Feb 1 2009

Arbeitest Du noch oder wohnst Du schon?

Die etwas andere IKEA-Falle

Es gehört schon sehr viel Fortune dazu, einem Moment beizuwohnen, bei dem sich die gesamte Pracht eines sozioökonomischen Phänomens offenbart und zugleich in diesem Bild feine, zunächst kaum sichtbare Risse zu Tage treten. Eine solche Sternstunde der Feldbeobachtung habe ich jüngst erleben dürfen. Doch der Reihe nach.

YouTube Preview ImageDas angesprochene Phänomen begleitet uns seit Jahrzehnten und wird neuerdings unter dem Begriff »Arbeitender Kunde« auch von der Wissenschaft wahrgenommen. Immer mehr Unternehmen lagern Teile ihrer betrieblichen Funktionen aus und zwar nicht zu anderen Firmen, sondern zum Kunden. Wer jetzt denkt das habe nichts mit ihm zu tun, dem sei kurz auf die Sprünge geholfen. Der erste Konzern, der seine Kunden im großen Stil für sich arbeiten ließ, war wohl IKEA. … weiter

Amien unter bewusst | Kein Kommentar


Jan 23 2009

Cho Cho train is riding

Think global, act glokal … Oder so.

YouTube Preview ImageOutsourcing ist ja im Prinzip ein alter Hut. Waren zunächst nur wenige Branchen betroffen, begann man schon bald auch im Dienstleistungsbereich auszuquellen. Egal ob Personalkantinenmitar-beiter, Reinemackefrauen oder Sicherheitspersonal; im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis mussten sich immer mehr Festangestellte flexiblen und preiswerten Zeitarbeitsfirmen geschlagen geben. Und wenn Preis und/oder Leistung mal nicht stimmten, wurde der Anbieter einfach gewechselt (so einfach, wie von Telekom zu Netcologne). »Naja«, denkt sich der Bildungsbürger, der weder Kantinenfraß in den Schweineeimer kratzen muss, noch Obdachlose freundlich aber bestimmt aus Citypassagen zu begleiten hat, »hätten se in der Schule halt besser aufgepasst.« … weiter

Amien unter irdisch | Kein Kommentar


Dez 10 2008

Pharmazeutische Zeitreise

…mehr oder weniger gesundes Altern.

In jüngster Zeit erfahren Internetangebote, bei denen man Bilder hochladen und mit selbigen einen wie auch immer gearteten Spökes veranstalten kann, enorme Konjunktur. Vor allem yearbook yourself erfreut sich derzeit großer Beliebtheit und es gibt wohl niemanden, der nicht von irgendjemandem schon mal »diesen unheimlich witzigen link« erhalten hat. Über den Sinn und Unsinn solcher Angebote ließe sich trefflich streiten. … Geschenkt.

© DCtoBC.com

Eine spezielle Sparte des Bildhochladegewerbes stellen Angebote dar, die zeigen wie der Abgebildete in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen könnte. Wie nicht anders zu erwarten, steht und fällt ein solches Angebot mit der Qualität der zu Grunde liegenden Software.

Positives Beispiel ist das Bild von Michael Jackson aus einem schönheits-chirurgiefreien Paralleluniversum. Man stutzt und denkt: „Jo, so könnte der heute aussehen. Irgendwie ´ne Mischung aus einem bartlosen Jesse Jackson und Harry Belafonte. Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben.” Bliebe zu klären, ob Michael das Bild selber online gestellt hat. … weiter

Amien unter den nägeln | Kein Kommentar