Kurze Zwischenfrage
Würdet Ihr Eure belichteten Filme/Speicherkarten diesem Laden zum Entwickeln/Bearbeiten anvertrauen?
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Würdet Ihr Eure belichteten Filme/Speicherkarten diesem Laden zum Entwickeln/Bearbeiten anvertrauen?
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Innenansichten aus Burgwedel
METAPLOT ist empört. Seit Wochen steht unser aller Bundespräsident im Kreuzfeuer der medialen und oppositionellen Kritik. Da werden Gefälligkeiten, die von tief empfundener Freundschaft zeugen, zu Korruptions-Verschwörungstheorien zusammengepuzzelt, Antworten auf Parlamentsanfragen, die man mit ein wenig positiver Grundstimmung als schlawinert bezeichnen könnte, als unehrlich verdammt und ein hartes und ehrliches Wort an Herrn Diekmann als Angriff auf die Pressefreiheit dramatisiert. … weiter
Amien unter wandert | Ein Kommentar
Wenn Bürger „Wood” haben
„Yes we can“ schmetterte es uns vor drei Jahren von allen demokratischen US-Wahlkampfbühnen entgegen. Der Slogan des heutigen Präsidenten Barack Obama elektrisierte zunächst seine Anhänger und nervte dann aber zusehends, weil jeder, aber auch wirklich jeder ihn okkupierte. Negativer Höhepunkt dürfte wohl die Schmacht-Schnulze „Yes we can“ von Howard Carpendale gewesen sein.
Apropos okkupieren. Das scheint wohl der nächste Kandidat für ein globalisiertes Schlagwort zu sein. … weiter
Amien unter irdisch | 2 Kommentare
Von Drachen und Menschen
Katzen, Mainzelmännchen und Blumentöpfe. So ziemlich alles lässt sich mit viel Strömungswiderstand und ein wenig Wind in die Luft bringen und dann als Drache bezeichnen. Das ist die eine Erkenntnis des Treffens der Drachenfreunde Euregio, das am vergangenen Wochenende zahlreiche Drachen und Zuschauer nach Orsbach gelockt hat. Die andere Erkenntnis ist die, dass Kinder durchaus wettbewerbswillig sind, wenn man ein geeignetes Ambiente schafft.
Zum Beleg für die erste Erkenntnis müssen die angefügten Bilder reichen. Die zweite bedarf der Erläuterung. Unter dem Motto „Öcher Printen lernen fliegen“ hielten die Drachenfreunde eine Kinderbelustigung bereit, die auch passivsportbegeisterten Erwachsenen Freude bereitet. An einem mit Sparkassen-Emblem versehenen Drachen wurden Printen, Schlüsselanhänger und anderer Tinnef in die Luft gebracht. Ein Mechanismus sorgte dafür, dass sich die Leckereien schließlich vom Transportgefährt lösten und an kleinen Fallschirmen Richtung Erde segelten. Unten warteten zahlreiche Heranwachsende, die abhängig von ihrer Fähigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit korrekt einzuschätzen und ihrem Durchsetzungsvermögen, mehr oder weniger von den Gaben aus der Luft profitierten.
Aufgrund wechselnder Winde schob sich der Kinderpulk auf der gesamten Wiese hin und her – immer in Richtung erwarteter Landezone. Während die jüngeren Fänger Printen und Schokolade favorisierten, spezialisierten sich die Ü-Zehnjährigen auf die Schlüsselanhänger, die mangels Fallschirm eine deutlich kürzere Flugbahn nahmen. Hier versammelten sich auch die meisten erwachsenen Zuschauer, die großen Spaß daran hatten, Latoya und Torben-Lasse dabei zu beobachten, wie sie sich in die Enden desselben Schlüsselanhängers verbissen und darüber den nächsten Start des Sparkassen-Drachen verpassten. Noch interessanter war es, die Eltern der Gladiatoren zu beobachten. Hin- und hergerissen zwischen den beiden Erziehungsmaximen, „Gewalt ist keine Lösung“ und „Kinder müssen Streiten lernen“, waren sie stets auf dem Sprung, um blutige Eskalationen zu vermeiden oder gegebenenfalls den Schlüsselanhänger der eigenen Brut zu verteidigen.
Insgesamt also sowohl aus soziologischer als auch aus aeronautischer Sicht ein rundum gelungener Sonntagsausflug.
Amien unter haltsam | Kein Kommentar
Das klang jetzt ganz schön nach Englisch, oder? War es aber nicht. Dieser Kurzfilm namens »Skwerl« täuscht die Sprache nur vor. Ich fühlte mich spontan an die Zeit erinnert, als ich trotz fehlender Sprachkenntnisse alle Charthits lauthals mitgesungen habe. Den schönsten Kommentar zu dem Film habe ich bei YouTube gelesen – von einem Muttersprachler:
»Wait, this was in fake english?! I gotta lay off the weed, I understood everything.«
Und gefunden habe ich das Ganze bei Neatorama. Dä.
Christoph unter haltsam | 4 Kommentare
Große Teile des vergangenen Wochenendes habe ich in Essen verbracht. Das Bochumer Plattenlabel »Denovali« hatte in der dortigen Weststadthalle zu seinem jährlichen »Swingfest« geladen, einem mittlerweile dreitägigen Festival voller experimenteller Musik. Und weil dabei die komplette Bandbeite von Knirschen & Knacken bis hin zu Ballern & Braten bedient wird, dürfte für so ziemlich jeden Interessierten etwas dabei gewesen sein. Ich jedenfalls habe eine Menge Spaß gehabt mit Jazz, Doom, Ambient, Postrock, Metal oder wie man die ganze Musik sonst noch klassifizieren möchte. Statt eines Konzertberichts – das ist einfach nicht mein Metier – folgt jetzt allerdings nur ein kleines Anekdötchen vom späten Sonntagabend.
Zum krönenden Abschluss der Veranstaltung haben Sunn O))) gespielt – vier Kerle in Mönchskutten, die in einem komplett vernebelten Saal über eine Stunde lang Akkorde und Schreie wabern ließen, deren Lautstärke im wahrsten Sinne des Wortes durch Mark und Bein ging. Teile ihres Auftritts kann man hier, hier und hier bei YouTube ansehenhören. Wahrscheinlich erweise ich mich mal wieder als Banause, wenn ich jetzt zugebe, dass ich das Ganze nicht verstanden habe. (Mitfahrer Uwe hatte auf dem Heimweg eine interessante Theorie, die ich jetzt einfach mal ungebremst wiedergebe: »Das ist weniger Musik als Performance-Kunst. Sunn O))) dekonstruieren damit den Metal, führen ihn an seine Grenze. Langsamer geht nicht, lauter auch nicht. Und das Outfit ist in seiner überspitzten Symbolik kaum zu toppen.«) Nach einer knappen halben Stunde habe ich die Segel gestrichen und mich vom Veranstaltungssaal in den Raum mit der Theke begeben. Und da habe ich dann festgestellt, dass die Haustechnik das Ganze auch nicht verstanden hat. Aber hört doch einfach selbst.
Christoph unter haltsam | Kein Kommentar
Es gibt eigentlich nichts, was mich beim Besuch von Konzerten mehr ärgert als ständiges Gelaber im Publikum. Dabei will ich nicht mal die schwere, moralische Keule vom »fehlenden Respekt vor der künstlerischen Leistung« rausholen. Mag sein, dass Leute, die während der Darbietung ihren Mund nicht halten können, die Band nicht respektieren. In erster Linie gehen die aber mir auf den Sack. Und ich bin absolut bereit, das persönlich zu nehmen.
Wie toll ist es da, zu spüren, dass ich mit dieser Ansicht in den Augen mancher Leute vielleicht spießig, auf jeden Fall aber nicht alleine bin. Vergangenen Montag etwa war ich beim Konzert von »Explosions in the Sky« in der Kölner Essigfabrik. Vorher saß ich mit meiner Begleitung noch ein wenig vor dem Laden. Um uns herum schwirrten die üblichen Flyer-Verteiler. Und ein junger Mann, der Visitenkarten auf den Tischen auslegte. Ich habe eine genommen, sie gelesen und behalten. Adresse und solche Sachen stehen da zwar nicht drauf. Stattdessen eine Bitte, die mir so was von aus dem Herzen spricht.
Geholfen hat der Appell aber offensichtlich eher nicht. Schon beim zweiten Lied stand hinter mir ein Knilch, der sich per Handy durch seinen kompletten Freundeskreis – immerhin fünf Telefonate – wählte: »Ey Alter, ich bin bei Explosions in the Sky. Hör mal!« Auch sonst war alles wie immer. Im Grunde ist die Kartenaktion also ins Leere gelaufen. Und trotzdem ist es der Gedanke, der zählt. Der Verteiler hat zumindest versucht, etwas gegen das Gelaber zu unternehmen. Weil es ihm auf den Sack geht. So wie mir. Weswegen ich mich auf diesem Wege bei dem unbekannten Gleichgesinnten für den Versuch bedanken möchte. Danke. Die Handvoll Karten, die ich nach dem Konzert in Sicherheit gebracht habe, werde ich bei nächster Gelegenheit auslegen. Vielleicht wirkt es ja doch eines Tages.
Und weil ich inzwischen auch ein Video (und einen dazugehörigen Bericht) von dem Auftritt gefunden habe, gibt es das noch als Zugabe. Wer will, kann gerne zwischendurch quatschen.
Christoph unter haltsam | Ein Kommentar
Steve Buscemi und Nic Cage
Wenn Menschen, die gerne mit Photoshop rummachen, zu viel Zeit haben, kommen bisweilen die absonderlichsten Dinge heraus. Immerhin gibt es nichts, was man nicht per Bildbearbeitung mit Fotos anstellen kann. In diesem Blog, zum Beispiel, sind nur Bilder von jungen, weiblichen Berühmtheiten zu sehen – mit denen aber irgendetwas nicht stimmt: Alle Augenpartien sind durch die von Steve Buscemi ersetzt. Manchmal bemerkt man das erst auf den zweiten Blick. Warum? Warum nicht?
Und dann wäre da noch diese Seite. Sie handelt einzig und allein von Nicolas Cage. Dem wird ja immer mal wieder nachgesagt, dass sein Gesicht konturlos und allerweltig genug ist, um so ziemlich jede Rolle zu spielen. (Dass er beim Spielen der Rollen immer nur dieselben zweieinhalb Gesichtsausdrücke drauf hat, macht ihn sogar noch vielseitiger einsetzbar.) Dass Cages Gesicht wirklich überall hinpasst, beweisen die Betreiber (und alle ehrenamtlichen Photoshopper) der Seite eindrucksvoll (und manchmal auch etwas albern). Kann man sich, genau wie die Chicks mit den Buscemi-Augen mal angucken.
METAPLOT unter falscher flagge | Kein Kommentar
The new »Thank you«
Wenn man so durch die Weltgeschichte surft, kommt man dauernd an Bildern oder Fotos vorbei, die irgendwelche Assoziationen wecken. Vor einiger Zeit haben sich die beiden Betreiber dieser Seite entschlossen, ihre Assoziationen mit der Welt zu teilen. Wenn wir uns richtig erinnern, ging es am Anfang darum, sie erst einmal miteinander zu teilen, weil die beiden nicht gerade um die Ecke voneinander lebten. (Dänemark-Amerika? Wie war das noch mal?) Diese Entfernung wird inzwischen nicht mehr in der Blogbeschreibung erwähnt, was die Vermutung nahelegt, dass der Junge und das Mädchen wieder näher beieinander sind. Schön für die beiden. Und schön für die Welt, dass sie ihr visuelles Tagebuch trotzdem weiterführen. Nachdenklich, lustig, schön: Da ist für jeden etwas dabei. Fuck you very much.
METAPLOT unter falscher flagge | Kein Kommentar
und sagt uns wie schlimm das ist
Für Menschen, die nach Erdbeben und Tsunami in Japan emotional immer noch unentschlossen waren, bot das Heute-Journal am 12. März einen wegweisenden Service. Die Redakteure erkannten, dass der Zuschauer nach nüchternen Informationen über Tektonik, pazifische Feuerringe und AKW, eine emotionale Einordnungshilfe benötigt. Deshalb schloss das Magazin mit einer filmischen Collage, in der die »bewegendsten Bilder« zusammengefasst und – um sicher zu gehen, dass der Zuschauer auch bewegt ist – mit Musik untermalt wurden. »Teardrop« von »Massive Attack«(!). Um zu verdeutlichen, dass die drohende Atomkatastrophe im Mittelpunkt der Sorge stehen sollte, explodierte der Reaktor in Fukushima zu Beginn und zum Ende des Clips – aus ästhetischen Gründen im Takt der Musik. … weiter
Amien unter irdisch | Ein Kommentar