Feb 15 2011

Graphitti-Blog

Die Welt erklärt in lustigen Grafiken

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Das Leben kann so einfach sein. Ist es dann wohl auch. Zumindest wenn man dieser Seite glaubt. Warum weinen Frauen? Welche Farbe zeigt die Ampel, wenn ich bei ihr ankomme? Wo ist der Döner, den ich gerade gegessen habe? Es scheint keine Frage des Alltags zu geben, die deren Betreiber nicht in Form von Grafiken erklären können. Ganz gleich ob Tortendiagramme, Balkentabellen oder Kurvenverläufe: Alles, was die hohe Kunst der Statistik hergibt, findet dabei seine Anwendung. Wissenschaftlich fundiert ist daran selbstverständlich gar nichts. Dementsprechend sollte man sich nach dem Betrachten des Blogs nicht unbedingt schlauer fühlen. Gut unterhalten aber auf jeden Fall schon. Und wie es ein weiser Mann dereinst formulierte: In jedem Witz ist ein Loch, durch das die Wahrheit pfeift.

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Jan 28 2011

Anti Duckface

Stop making it!

© antiduckface

»Oh Gott, ich werde geknipst! Schnell, ich muss toll aussehen. Begehrenswert. Lässig. Verrucht.« So weit, so gut, so nachvollziehbar. Wir alle wollen auf Fotos nicht unbedingt aussehen wie die Deppen. Aber wie um alles in der Welt kommen manche Damen darauf, dass das Ziehen einer Schnute beim Betrachter die gewünschte Wirkung erzielen könnte? Was genau soll an nach außen gestülpten Lippen sexy sein? Eine Antwort auf diese Fragen liefert diese Seite nicht. Dennoch leistet sie wichtige Aufklärungsarbeit. Denn nach dem Durchblättern dürfte jedem Besucher klar sein, dass es sich bei dieser weiblichen Reaktion auf Kameras nicht um seltene Ausnahmefälle handelt. Eine erschütternde Studie, die ganz nebenbei noch für den einen oder anderen Lacher sorgt. Von begehrenswert, lässig oder verrucht findet sich allerdings keine Spur.

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Dez 6 2010

A nightmare at the Opera

YouTube Preview ImageBeim Brainstorming ist alles erlaubt. Eine Runde freies Assoziieren hat noch niemandem geschadet. Schalke gegen Bayern, große Bühne, Diven, Fußballoper. Das kann man mal vor sich hin denken. Aber muss aus diesen Gedankengängen gleich ein brandneues Konzept für eine Fußballübertragung gemacht werden? Der Sender Sky hat diese Frage am vergangenen Samstag mit »Ja« für sich beantwortet. Und so sind die Kunden des Bezahlsenders beim Abendspiel der Bundesliga in einen ganz besonderen Genuss gekommen. Einen ganz besonders seltsamen Genuss. Während auf Tonoption 1 Marcel Reif das Spiel kommentierte, übernahm diese Aufgabe auf Kanal 2 gleich ein ganzes Quartett. Frei improvisierend, boten vier Opernsänger den Ton zum bewegten Bild. Eindrucksvoll haben sie dabei unter Beweis gestellt, dass Arien nur sehr bedingt freestyletauglich sind. Vor allem aber, dass man beim freien Assoziieren auf eine Menge Quatsch kommen kann.

Christoph unter irdisch | 4 Kommentare


Sep 13 2010

Sarrazin muss in die Überschrift

Wir wollen schließlich auch ein Stück vom medialen Kuchen

Jedem, der sich mit Sprache beschäftigt, ist schon einmal der eine oder andere niedliche Vertipper über den Weg gelaufen. Da wird im Artikel über den ÖPNV aus den Bussen, die von vielen Fahrgästen bestiegen werden, ganz flott der Busen. Oder der Trittleiter fehlt plötzlich ein L und alle halten nach Pusteln Ausschau, die sich während des Gehens schlagartig entleeren.

Neben diesen Tippfehlern, sorgen bei mir die Rechtschreibehilfen der Textverarbeitungsprogramme immer wieder für großes Amüsement. Man hat einen Text geschrieben, ein oder zwei Mal Korrektur gelesen und lässt als letzte Instanz die Rechtschreibeprüfung über den Text laufen. Neben berechtigter Kritik moniert die Maschine aber mitunter Begriffe, die vollkommen korrekt sind und schlägt dann Alternativen vor, die manchmal unsinnig, manchmal lustig, manchmal aber auch äußerst tiefsinnig sind. Viel zu viele dieser Beispiele habe ich kurz registriert und nach einem Schmunzeln wieder vergessen. Deshalb hier nur zwei davon. … weiter

Amien unter bewusst | Kein Kommentar


Aug 28 2010

Neue Saiten

Peter Burschs Erben

© metaplot

Die Welt der Rockmusik ist eine schmutzige. Kaum ist Mann einer Band beigetreten, hat sich eine Gitarre umgehängt und mit »Summer of ‘69« den Schulball gerockt, klingeln auch schon die ersten Groupies an der Haustür. Weiter oben auf der Erfolgsleiter dürfte es nicht weniger heiß hergehen. Aller Verlotterung zum Trotz, ist das Thema Sex am Musikalienhandel bislang allerdings kilometerweit vorbei gegangen. Dass diese Bastion nun auch gefallen ist, habe ich bei einem abendlichen Spaziergang durch meine verregnete Heimatstadt feststellen müssen. Sex sells. Vielleicht nicht Querflöten, Bratschen und Triangeln. Die ersten Schritte zum Rock ‘n Roller aber offensichtlich schon. Während in der Vergangenheit Menschen wie Peter Bursch den ambitionierten Gitarrenquäler an die Hand nahmen, werden in der Branche jetzt andere Saiten aufgezogen. Zwei leicht bekleidete Mädels haben den Job übernommen. Und Hand aufs Herz, liebe Geschlechtsgenossen: Der Zusatz auf dem Cover, »includes DVD«, macht schon irgendwie neugierig. Wie wird die Präsentation der A-Saite wohl aussehen? Lernt man mit dem Buch auch »Summer of ‘69«? Und was zu tun ist, wenn es danach an der Haustür klingelt?

Christoph unter haltsam | Kein Kommentar


Aug 7 2010

Lieblingslied

Zweiter Teil

© screams for your heart

Ich stehe in einem Kölner Club. Auf dem Plan stehen Escapado. Eine vierköpfige Screamo-Gruppe aus Kiel und Flensburg. Ich bin alt, älter jedenfalls als die meisten anderen Konzertbesucher. Abgeklärt bewege ich mich im hinteren Teil des Etablissements. Ich lehne entspannt an der Theke und nippe ab und an an meinem Kaltgetränk. Nichts kann mich aus der Ruhe bringen. Auch als die vier Jungs aus dem Norden auf die Bühne kommen, bin ich kalt wie Eis und harre der Dinge, die da kommen. … weiter

Amien unter schätzt | 2 Kommentare


Apr 18 2010

Bäckerei Redux

Das jüngste Gericht wird vertagt

© Metaplot

Aufmerksame METAPLOT-Leser werden sich eventuell an einen Artikel aus dem Dezember 2008 erinnern, in dem Judith von der evangelikalen Bäckereifront in unserem Viertel berichtete. Der Bäcker unseres Vertrauens, mit ausgesprochen freundlicher Bedienung und leckeren Backwaren, diskreditierte sich leider durch das Auslegen obskurer Engelslektüre und fiel in Ungnade. Aus gegebenem Anlass, auf den ich später eingehen werde, möchte ich nun Paroli laufen Revue passieren lassen, was sich seit dem getan hat. … weiter

Amien unter den nägeln | 2 Kommentare


Mrz 17 2010

Clients from hell

A collection of horror stories

© clientsfromhell

Jonas: Hallo, mein Name ist Jonas.

Gruppe: Hallo Jonas.

Moderator: Jonas, erzähle uns doch bitte einmal, was Dich hierher führt.

Jonas: Also, das Ganze fing an, als der Kunde zu mir sagte…

So oder zumindest so ähnlich dürfte es zugehen bei den Treffen der anonymen Medienschaffenden. Einer durchaus nicht überflüssigen Selbsthilfegruppe. Schließlich wird wohl jeder Designer, Texter oder Fotograf schon seltsamste Dinge mit seinen Klienten erlebt haben. Dem einen ist das Rot zu blau, ein anderer hätte gerne weniger Vokale in der Presseerklärung. Aber leider finden gerade die Leute aus den kreativen Branchen kaum Zeit, sich mit Kollegen in einen Stuhlkreis zu setzen und sich dort allen Kummer von der Seele zu reden. Der nächste Abgabetermin drängt immer. Wie schön, dass es seit einiger Zeit die Möglichkeit gibt, solcherlei Gruppentherapiestunden virtuell abzuhalten. Den Machern dieser Seite kann jeder Kundengeplagte seine ganz persönliche Horrorgeschichte erzählen. Bevorzugt auf Englisch. Und während sich bei Jonas und Co ein befreiendes Gefühl einstellt, hat der Rest der Welt etwas zu lachen. Klassische Win-Win-Situation. (Bildquelle: Screenshot)

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Mrz 16 2010

Darf’s etwas mehr sein?

Hackfleischneurose

© JaBB

Vor etwa einem Jahr berichtete ich über meine Lust am Passend-geben. Keine Situation, an der ich als zahlender Kunde teilhabe, vergeht, ohne dass ich nach Centstücken suche, um den Laden mit einem von der Last des Kleingelds befreiten Portemonnaies zu verlassen. Dieses Coming-Out hat meine Blick geschärft und mich in die Lage versetzt, bei meinen Mitmenschen ähnlich krankhafte Verhaltensmuster zu entdecken. Dazu zwei Hackfleichgeschichten. … weiter

Amien unter wegs | Ein Kommentar


Feb 16 2010

Schnee, der auf Wege fällt

Der Bürgersteig als städtischer Vorgarten.

© METAPLOT

Da die arktischen Temperaturen unvermindert anhalten, wird nun auch bei METAPLOT das Thema Wetter abgehandelt. Was aber soll man schreiben? Klar, die nicht nur mediale Hysterie um das Tief Daisy hätte sich angeboten. Ihr erinnert Euch: Aufforderung zu Hamsterkäufen, Gespräche, die sich nur um Blitzeis, Neuschnee und überfrierende Nässe drehten, und eine gewisse Enttäuschung, dass die Zahl der Todesopfer dann doch überschaubar blieb. Aber irgendwie ist das Schnee von gestern.

Es soll eher um den Schnee von heute gehen. Und zwar der, der auf Gehwege fällt und dort liegen bleibt oder eben von eifrigen Schneeschippern fortgeschafft wird. Angesichts der sehr unterschiedlichen Räumungsgrade, die sich derzeit auf den Bürgersteigen der Republik offenbaren, bin ich vermutlich nicht der Einzige, der sich fragt, wie das denn alles geregelt ist. Forciert wird meine Neugierde durch den Umstand, dass ich Bewohner eines Mietshauses bin, in dem oder vielmehr vor dem die Parterremieterin (Frau H.) im Hinblick auf die Gehwegräumung einen Arbeitsethos entwickelt, der Mennoniten und Quäker vor Neid erblassen ließe. Woher dieser Eifer? … weiter

Amien unter wegs | Ein Kommentar