Garfield
Remixed
Fett, gefräßig und immer das letzte Wort: Garfield. Ende der 70er Jahre von Jim Davis erschaffen, stolperte der orangefarbene Comic-Kater eines schönen Tages auch in unser Teenager-Leben. In Sachen Zynismus und Alltagsbewältigung wurde er im Nu zu einem unserer ersten Lehrmeister. Als wir uns auf diesem Gebiet selbständig machten, trennten sich die Wege wieder. Wir waren Garfield entwachsen. Auch ohne unsere Aufmerksamkeit machte der Grummler weiter. Noch heute liebt er Lasagne, hasst er Montage. Und immer wieder inspiriert er Menschen, sich über das bloße Lesen hinaus mit ihm zu beschäftigen. Wissenschaftliche Arbeiten analysieren ihn und seine »Familie«, kreative Köpfe basteln die absonderlichsten Remixe. Zwei dieser Überarbeitungen sind so verrückt, dass sie uns sogar zurück in die Garfield-Gemeinde getrieben haben. Ein guter Grund also, die beiden hier vorzustellen.
Als erstes wäre da »Garfield: Lost in Translation«. Wie der Name ahnen lässt, jagt der Betreiber dieses Blogs Comic-Strips durch eine englisch-japanische Übersetzungsmaschine. Einmal hin, einmal zurück. Am Ende ist der Inhalt der Sprechblasen nicht mehr unbedingt nachvollziehbar. Aber dafür umso interessanter. Sofern man einen Hang zum absurd Pseudo-Philosophischen hat. Auch die zweite Bearbeitung kommt mit einem selbsterklärenden Namen daher: »Garfield minus Garfield«. Auf dieser Seite ist der eigentliche Hauptdarsteller samt seines Textes einfach aus allen Bildern entfernt worden. Übrig bleibt sein Besitzer Jon, der nun endlich einmal das erste und letzte Wort hat. Und seine Monologe lassen tief blicken. Direkt hinein in das Seelenleben eines durchschnittlichen amerikanischen Niemands. Eines Junggesellen im Kampf gegen Einsamkeit, Depression und den Alltag. Klingt traurig? Macht trotzdem Spaß. (Bildquelle: Screenshot)
METAPLOT
METAPLOT unter falscher flagge
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