METAPLOTER Kurzfilmtage
Für den cineastischen Hunger zwischendurch.
Rechtzeitig zum Beginn der 55. Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen, dem ältesten Kurzfilmfestival der Welt, schickt sich METAPLOT an, das Geschäft durch Konkurrenz zu beleben und eröffnet heute die 1. METAPLOTER Kurzfilmtage. Wir sparen uns allerdings langweilige Pressekonferenzen, Blumenübergaben auf der Kinobühne sowie verkrampfte Nach-dem-Film-Gespräche und zeigen nur die Filme.
Dies, wie es sich für ein ambitioniertes Festival gehört, unter einem Oberthema, das zugegebenerweise recht weit gefasst ist. Stop and Motion Filme sind im Prinzip Daumenkinos, für die man keinen Daumen braucht, und existieren schon so lange wie das Medium Film. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts benutzte Georges Méliès, der als Vater der Special Effects gilt, den Stoptrick, um Menschen auf magische Art verschwinden oder erscheinen zu lassen. Von da war es nur noch ein kurzer Weg bis man mit Hilfe des gleichen Prinzips unbewegliche Dinge zum Leben erweckte. King Kong, Godzilla und sonstige Puppenmonsterfilme wären ohne Bild machen – Puppe ein wenig bewegen – Bild machen – Puppe ein wenig bewegen – Bild machen – Puppe ein wenig bewegen … nicht denkbar gewesen.
Die Digitalisierung hat einerseits zur Verdrängung der Stoptechnik aus professionellen Filmen geführt, andererseits jedoch den Stop and Motion Film demokratisiert, sodass jeder Heini in wenigen Stunden ein in der Regel nicht sonderlich einfallsreiches Filmchen drehen kann. Womit wir beim ersten Festivalsbeitrag wären. »Die Zigarette« stammt von einem sich für talentiert haltenden Filmemacherpaar aus der Euregio und läuft wie jeder Festivaleröffnungsfilm außer Konkurrenz. Entstanden ist er im Herbst 2007 an einem verregneten Nachmittag an der niederländischen Küste und wäre beinahe vollkommen unbeachtet in der Filmversenkung verschwunden.
Der zweite Film »Wolf and Pig« des Japaners Takeuchi Taijin beginnt ähnlich dilettantisch entwickelt aber schnell einen ziemlichen Drive, bei dem mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und cleveren Regieeinfällen nicht gegeizt wird. Nicht nur einmal bleibt dem Zuschauer der Mund offen stehen und er denkt sich: »Muss das ´ne Arbeit gewesen sein.«
Arbeit waren mit Sicherheit auch die Filme, die in den kommenden Tagen in loser Folge hier vorgestellt werden. (Bildquelle: Tate)
Amien unter haltsam
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1. Mai 2009 um 11:09
na, da möchte ich doch – falls die frist noch nicht abgelaufen ist – einen eigenen beitrag einreichen :-)
komplett ins stop-motion “gedreht” und mit halbwegs passablem ergebnis
1. Mai 2009 um 12:26
Also das Video ist sch… Aber die Typen sind süß.
19. Mai 2009 um 22:00
Schön im Zeitalter des Nichtraucherwahns was mit Tabak zu machen … ich hätte allerdings roten Van Nelle genommen …