Rick Bandora, Edgar Mack und Ludwig Plocher. Drei Namen, die trotz ihres guten Klangs den wenigsten geläufig sein werden. Für viele Achtzigerjahresozialisierte stehen diese drei allerdings für Abenteuer, coole Sprüche und Kampf gegen das Establishment. Mit dem, an Bord eines ausrangierten Schleppers eingerichteten, Piratensender POGO 1104 funkte das Trio damals unerlaubt in die norddeutsche Tiefebene. Dabei waren die von Ralf Richter, Richy Müller und Erich Bar dargestellten Protagonisten der ARD-Mini-Serie ständig auf der Flucht vor Schuldeneintreibern, der Polizei und zwielichtigen Kiezgrößen. Und all das nur, um die Welt mit guter Musik, oder das was wir damals für gute Musik hielten, zu versorgen.
Was hat uns POGO 1104, in einer postaufmüpfigen Zeit wie der unsrigen, zu sagen? Zum einen übt die Piratenthematik auch heute noch große Faszination aus. Eine Hand voll Aufrechter kämpft mit überschaubaren Mitteln gegen eine Armada von Mainstreamern, Stilverächtern und sonstigen Idioten. Immer auf der Suche nach einem Schatz und stets bereit, ein auf den ersten Blick überlegenes Schiff zu entern. Dass die Freibeuterromantik dabei ein wenig verklärt wird, es den meisten Bukaniern mehr auf das eigene Fortkommen, als hehre Ziele ankam, verschweigen wir an dieser Stelle. Zum anderen haben die ARD-Medienpiraten die DIY-Attitüde des Webs 2.0 quasi vorweggenommen. Mit wesentlich geringerem Aufwand und einem Vielfachen der Reichweite lässt sich heute in kürzester Zeit ein Blog, ein Podcast oder ähnliches in die Welt senden.
METAPLOT stellt sich in diese Tradition und hat den Anspruch, zu unterhalten, zu erziehen und den Metaplot hinter all dem hier zu erkennen. In erster Linie geht es uns aber darum, gut gefunden zu werden.
In diesem Sinne: Lass kosten, Ludwig, lass kosten.

